Männer verstehen
MÜNCHEN – Vor über einem Jahr erschien der Wörterbuch-Bestseller «Deutsch–Frau/Frau–Deutsch». Jetzt kriegen die Männer ihr Fett ab.
Das Langenscheidt-Gegenstück zum Frauenwörterbuch von Mario Barth heisst – wenig überraschend – «Deutsch–Mann/Mann–Deutsch» und verspricht ab sofort gleich lange Spiesse im Geschlechterkrieg.
Die beiden Erfolgsautorinnen Susanne Fröhlich und Constanze Kleis gehen den Kommunikationsdefiziten des starken Geschlechts auf den Grund. Und orten die Äusserungen der Männer vorwiegend in der Comic- oder Westernwelt. Dem entsprechend widmen die Macherinnen den Urlauten wie Yaf, Arghhh, Frrrp, Hyaa oder Mmph einen gewichtigen Teil des Buches.
In insgesamt 15 Kapiteln nehmen sich Fröhlich und Kleis zwischengeschlechtlicher Dauerbrenner wie Sex, Shopping, Streiten, Kinder, Lügen, Liebesbeweise an. Checklisten helfen bei der Lügen-Früherkennung.
Ob nach der Lektüre aus den Leserinnen auch Männerversteherinnen werden? Immerhin kriegen sie eine Erklärung für den relativen Zeitbegriff des Mannes. Sagt er: «Ich komme gleich», kann das in erotischen Situationen fünf Sekunden bedeuten. Oder aber fünf Stunden, wenn er sich mit Freunden zum Fussballspiel samt anschliessendem Besäufnis verabredet hat.
Doch auch die Männerwelt sollte das Wörterbuch haben – schon allein wegen dem Kapitel «Warum es trotzdem schön ist, einen zu haben.»
Der Verlag lanciert zum heiteren Geschlechterkampf-Werk gleich eine Produktelinie. Neben dem eigentlichen Wörterbuch gibt’s eine PDA-Version zum Download, ein Hörbuch, ein T-Shirt sowie ein Frühstücksbrettchen. Jetzt fehlen nur noch die Kundinnen.
Quelle: Blick.ch