Plötzlich flimmern die Augen, Kopfschmerz setzt ein oder ein Stechen geht durch die Brust - und der Arzt kann keine körperlichen Ursachen feststellen.
Immer mehr Krankheiten werden durch Dauerstress gefördert und hervorgerufen.
Wie eine Untersuchung des Münchner Instituts für rationelle Psychologie ergab, treten immer häufiger Krankheiten oder zumindest deren Symptome im Zusammenhang mit erhöhtem Dauerstress auf.
Von fast 3000 Befragten (Männer zwischen 25 und 45 Jahren) glauben sogar 63 Prozent, die häufigste Krankheitsursache sei „der dauernde Stress, dem ich ausgesetzt bin". Die Auswirkungen reichen von Kopfschmerzen über Allergien bis hin zum Herzinfarkt.
Stress macht sich am stärksten im Kopf bemerkbar: 85 Prozent der Kopfschmerzen, 84 Prozent der Schlaf- und 75 Prozent der Konzentrationsstörungen werden durch Überbelastung ausgelöst.
Weitere Symptome, für die Dauerstress verantwortlich ist, sind: trockener Mund (44 %), chronischer Husten (40 %), Depressionen (34 %), Hörstörungen (34 %) und Haarausfall (33 %).
Stress ist die Hauptursache für Schmerzen und Stiche im Brustbereich (79 %), Herzrhythmusstörungen (70 %) und Herzinfarkt (44 %).
Stress ist in 65 Prozent der Fälle von Atemnot die Ursache. Bei Asthmaanfällen und chronischer Bronchitis gilt für 53 bzw. 27 Prozent der Fälle Stress als Auslöser.
Stress schlägt auf den Bauch: 84 Prozent der Magenschleimhautentzündungen, 70 Prozent der Magengeschwüre, 58 Prozent der Darmentzündungen, 48 Prozent der Durchfälle und 46 Prozent der chronischen Verstopfungen werden durch Dauerstress ausgelöst oder verstärkt. Auch krankhafte Schweißausbrüche (81 %) und Schwächegefühl (62 7o) haben ihre Ursachen in übergroßer psychischer Belastung.
Stress drückt auf die Blase: In 50 Prozent der Fälle von krankhaftem Harndrang und 23 Prozent der Blasenentzündungen.
Stress ist Gift für die Haut: 55 Prozent der Allergien werden durch Stress gefördert. Bei trockener und spröder Haut ist zu 51 Prozent Stress die Ursache.
Bei Dauerstress herrscht Funkstille. Bei 89 Prozent der nicht organisch bedingten sexuellen Störungen ist Stress verantwortlich. 74 Prozent der Klagen über Libidoverlust bzw. 64 Prozent der Impotenzfälle werden auf Stress zurückgeführt.
Druck auf der Bandscheibe: In 80 Prozent aller Fälle von Rücken- und Nackenschmerzen gilt Stress als Mitauslöser.