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DRY

Aggro-Tim & Killer-Klößchen

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Samstag, 28. Oktober 2006, 11:48

Die drei ??? Kids - 001) Panik im Paradies

Bei einem Ausflug ans Meer stoßen die drei Jungdetektive auf einen hilflos im Wasser treibenden Heuler, einen jungen Seehund, den sie sofort in den kleinen Privatzoo von Erik Larson bringen. In den folgenden Tagen kümmern sich die Jungs weiter um ihr neues Waisenkind. Während ihrer Aufenthalte in dem Zoo scheint aber seltsames vor sich zu gehen, denn nach und nach werden immer mehr Tiere krank oder spielen verrückt. Was oder wer steckt dahinter?

Nach den Hörbüchern kommen nun die Hörspiele. Die drei ??? Kids sind die Jungversion der regulären "Die drei ???", also mit dem im Prinzip mit dem gleichen Setting, den gleichen Personen, die es auch in der normalen Serie gibt. Ein paar Kleinigkeiten jedoch sind anders, so haben die drei ??? Kids noch keine Zentrale, sondern benutzen als Treffpunkt die "Kaffeekanne". Die Reihe ist bewusst für jüngere Leser- und nun eben auch Hörerschichten konzipiert und das zeigt sich vor allem in den wesentlich einfacheren und harmloser gestrickten Geschichten. Jedoch ist die hier vorliegende von der Idee her wirklich gut gelungen und reicht im Prinzip durchaus an manche Fälle aus der großen Bruderserie heran. Doch leider ist nicht alles Gold was glänzt und so muss man diesem Hörspiel bescheinigen, dass über 70 Minuten Spieldauer zu lang sind. Denn das gibt die Vorlage in der Form nicht wirklich her und so sieht man sich unweigerlich mit vielen für die Handlung eher unwichtigen Randszenen und zu detailverliebten Beschreibungen konfrontiert, die zwar noch immer unterhaltsam sind, aber das Tempo doch schon ziemlich herausnehmen. 10 Minuten hätten sich hier ohne, dass die Ermittlungen davon groß berührt worden wären, zusammenstreichen lassen. Für die jüngere Hörerschaft also sicherlich ein nettes und unterhaltsames Abenteuer, für die erwachsenen Fans dürfte das Hörspiel aber doch fast eine Spur zu banal und vorhersehbar sein. Rein unter den Aspekt der Story und in Hinblick auf die Zielgruppe ist der Einstieg aber im großen und ganzen schon gelungen.

Liest man sich die Sprecherliste zur Folge durch, so stößt man auf viele bekannte Namen, mit Ausnahme der drei ??? Kids. Asad Schwarz Msesilamba (Justus Jonas), Valentin Stilu (Peter Shaw) und Nicolas Artajo (Bob Andrews) klingen leider alles andere als wirklich jung. Als 13 bis 16jährige wären die drei durchaus glaubhaft gewesen, aber in der Rolle von Kindern, die mal - man kann es wirklich so bezeichnen - ein bißchen Detektiv spielen, eindeutig nicht. Schade, dass man da nicht von Anfang an direkt auf begabte junge Nachwuchssprecher gesetzt hat, denn so hat man leider einiges von der netten Unterhaltung, welche die Story trotz diverser Längen bietet, zunichte gemacht. Klar, die drei geben sich durchaus Mühe und sind mit Sicherheit alles andere als schlechte Sprecher, aber in dieser Rolle einfach nicht mehr glaubhaft. Johannes Steck führt als Erzähler durch die Handlung und macht seine Sache gut. Gut gefallen hat mir ebenfalls Ingrid Capelle als Tante Mathilda und auch Achim Schuelke ist als Besetzung für Onkel Titus keine schlechte Wahl. Klaus Dittmann hört man als Kommissar Reynolds, Robert Missler als Doktor Dreyfuss und Jürgen Kluckert als Erik Larson.

Am Punkt Musik und Effekte lässt sich mit Sicherheit noch etwas arbeiten, insgesamt fällt dieser aber dennoch solide aus. Anhand der Geräuschkulisse lässt sich zumeist sofort erkennen, wo man sich nun gerade befindet, ob z.B. am Meer oder in dem kleinem Privatzoo. Die Zwischenmusiken sind recht okay, sorgen doch teilweise für gute Stimmung. Zwar mag die Titelmeldodie für die Zielgruppe passend erscheinen, jedoch hat sie sich in meinen Ohren aber alles andere als gut angehört und besitzt sogar regelrechten Nervfaktor.

Fazit: Die Serie ist auf jeden Fall überdeutlich für eine junge Zielgruppe konzipiert und das merkt man der Story an. Aber auch wenn das Abenteuer einfach gestrickt ist und recht harmlos verläuft, so bietet die Geschichte dennoch einiges an Unterhaltung. Jedoch gibt es zwei nicht unbedeutende Schwachpunkte: zum einem die zu detailreiche und damit lang gezogen wirkende Bearbeitung, zum zweiten die zu alt klingenden Stimmen der drei Hauptsprecher. Dennoch reicht des am Ende für ein knappes GUT, denn ich habe mich eigentlich durchgehend recht nett unterhalten gefühlt.

Gesamt Note 2-



(c) 2006 - Daniel Merk
http://www.hoerspieleportal.de/folgen.php?id=120 (mit Sprecherliste)


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Die Besprechung zur zweiten Folge gibt es ab sofort unter http://www.hoerspieleportal.de/folgen.php?id=121
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