Die Bestrebungen wieder ein großes Filmfestival in Köln zu etablieren, werden konkreter. Ende September stellte die von Thomas Rossbach (Leiter des Arbeitskreises Medien und Kommunikation der CDU Köln) gegründete "Initiative Kölner Filmfestival" rund 50 Branchenvertretern ein erstes Konzept für die geplante Veranstaltung vor. Für das Festival, das 2008 zum ersten Mal über die Bühne gehen könnte, ist u.a. ein Wettbewerb mit dem Schwerpunkt "Europäischer Film" vorgesehen. Ferner soll die Sektion "American Friends" die Beziehung Hollywoods und der US-Independentszene zum deutschen Kinomarkt näher beleuchten. "Public Viewing" für die Kölner Bürger ist ebenso angedacht wie der Bereich "Short & Mobile", in dem die Perspektiven des Kinos und der Filmproduktion in den neuen Medien thematisiert werden soll. "Unsere Pläne sind quer durch die Parteien und Initiativen auf Zustimmung gestoßen", berichtet der Sprecher der Festivalinitiative, der Kölner Produzent Gerhard Schmidt (Cologne Film). Nun warte man auf ein "klares Signal von Stadt und Land", bevor man weitere Schritte unternehmen könne.
Befürchtungen von Seiten der bereits bestehenden kleineren Festivals in Nordrhein-Westfalen, dass sie unter der Gründung einer neuen Großveranstaltung leiden könnten, tritt Schmidt entgegen. "Wir möchten unser Festival auf keinen Fall auf Kosten anderer Initiativen realisieren", betont er. Zum überwiegenden Teil soll die Veranstaltung privatwirtschaftlich finanziert werden. Den anderen NRW-Festivalmachern will man die Möglichkeit bieten, sich im Rahmen eines Showcases beim Großfestival in Köln zu präsentieren.
Quelle: Blickpunkt:Film