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Uwe

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Montag, 11. Oktober 2021, 13:48

Endlich gelöst: Die Rätsel der ???-Klassiker. Folge 3: Der Karpatenhund

Hallo allerseits! :hi:
Nach diversen Monaten Pause sage ich Willkommen zu einer neuen Folge meiner Reihe, in der ich versuche, die Fragen zu klären, die in den ???-Hörspielen offen bleiben, weil H. G. Francis die Bücher für seine Hörspielfassungen mehr oder weniger stark kürzen und vereinfachen musste.

Diesmal habe ich mir den Karpatenhund vorgenommen, eine Folge, die den Namen „Klassiker“ so sehr verdient, wie kaum eine andere. Sie war schon immer meine absolute Lieblingshörspielfolge – und soviel ich weiß, geht das auch vielen anderen so. Umso interessanter war es für mich, ihre offenen Geheimnisse unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte das Buch vor vielen Jahren schon einmal gelesen, aber das meiste wieder vergessen. Jetzt habe ich es für meine kleine Reihe hier erneut durchgeschmökert.

Dass ich meinen Text wegen seiner Länge auf zwei Beiträge aufspalten musste, kennt ihr ja schon aus früheren Episoden. :DD
Wie immer wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Gewinnen neuer Erkenntnisse.

Wie sehen die örtlichen Gegebenheiten aus? Zu welcher Jahreszeit spielt die Geschichte? Wohnen in dem Appartementhaus nur die von Mr. Prentice aufgezählten Mieter?
Das Appartementhaus liegt nicht in Rocky Beach, sondern in Los Angeles. Es ist in einem Rechteck gebaut, in der Mitte liegt der Innenhof mit dem Swimmingpool. Vom Innenhof führen Außentreppen hinauf zu den Eingangstüren einiger Wohnungen. Auch die Wohnung von Mr. Prentice ist auf diese Weise vom Innenhof her zugänglich.

Der Innenhof ist auf zwei Wegen erreichbar: Der Haupteingang ist ein Tor an der einen Schmalseite des Hauses. Direkt neben dem Tor liegt die Wohnung von Mrs. Boogle (die im Buch übrigens Mrs. „Boggle“ heißt). Sie hat daher den besten Überblick, wer die Appartementanlage betritt oder verlässt.

Einen anderen Eingang gibt es auf der anderen Schmalseite des Hauses. Er führt zu einer Straße, in welcher der verstorbene Künstler Edward Niedland wohnte. Durch diesen Nebeneingang kam der Dieb (Mr. Murphy) in den Hof gerannt, nachdem er den Karpatenhund gestohlen hatte. Er rannte jedoch durch das Tor auf der anderen Seite gleich wieder hinaus und verschwand.

Neben dem Appartementhaus liegt die Kirche. Sie kann von Mr. Prentices Arbeitszimmer aus gesehen werden. Neben der Kirche wiederum steht das Pfarrhaus.

Die Geschichte spielt in der Woche vor Weihnachten. Die meisten Mieter sind zu Verwandten oder Freunden gereist. Daher halten sich im Appartementhaus wirklich nur die von Mr. Prentice aufgezählten Personen auf, alle anderen Mieter sind verreist.

Was erfährt man über Mr. Prentice?
Er ist Anfang Siebzig, sein Vater war ein reicher Immobilienmakler. Mr. Prentice erbte sein Vermögen und kann es sich daher leisten, wertvolle Kunstgegenstände zu sammeln. In seiner Wohnung wimmelt es von Gemälden, Porzellanfiguren, usw.

Warum befand sich der Karpatenhund zum Zeitpunkt des Diebstahls immer noch im Haus des 2 Wochen zuvor verstorbenen Künstlers Edward Niedland?
Edward Niedland hatte den Karpatenhund kurz bevor er überraschend an einer Lungenentzündung starb, fertig gestellt und an eine Galerie gegeben, die eine Ausstellung seiner Werke veranstaltete. Als die Ausstellung endete, war er bereits verstorben. Daher kümmerte sich sein Bruder Charles darum, die ausgestellten Werke ihren Eigentümern zurückzubringen. Er wollte Mr. Prentice den Karpatenhund am Abend des Tages, an dem dieser zum erstenmal Besuch von den ??? bekam, übergeben. Vorher wollte er im Haus seines Bruders (das in unmittelbarer Nähe des Appartementhauses liegt) die Büchersammlung durchsehen. Als er damit fertig war, verließ er das Haus, um etwas essen zu gehen und ließ den Karpatenhund zurück. Als er zurückkam, sah er durchs Fenster, dass ein Einbrecher im Haus war. Er rief sofort die Polizei, die so schnell vor Ort war, dass Murphy vor ihr davonlaufen musste.

Wie gelang es Mr. Murphy nach dem Einbruch, der Polizei zu entkommen?
Er flüchtete in die Kirche, in der viele Statuen auf Sockeln stehen. Er entdeckte das Kostüm des heiligen St. Patrick (das dort lag, weil am Tag zuvor Kinder der Gemeinde ein Kirchenspiel eingeübt hatten), zog es sich über, stieg auf einen leeren Sockel und blieb reglos stehen. Als die Polizisten die Kirche durchsuchten, hielten sie ihn für eine Statue. :D
Als die Polizei wieder weg war, wollte Murphy sich unbemerkt absetzen – doch plötzlich betrat der Mesner Earl die Kirche, um dort noch einmal nach dem Rechten zu sehen, allerdings bei abgeschaltetem Licht. Earl schaltete immer alle Lampen ab, weil er sich einbildete, damit der Gemeinde Geld zu sparen. Murphy versetzte ihm einen Schlag auf den Kopf, Earl brach ohnmächtig zusammen und Murphy flüchtete. Den Karpatenhund ließ er vorerst in der Kirche, weil er immer noch Polizisten auf der Straße befürchtete, die ihn durchsuchen könnten.

Erfährt Mr. Prentice auch im Buch durch einen Anruf von Mr. Murphy von dem Einbruch?
Nein. Im Buch gibt es diesen Anruf nicht. Murphy hätte Prentice ja auch gar nicht anrufen können, weil er sich in der Kirche versteckte. Ein kleiner Fehler im Hörspiel.

Was erfährt man noch von der Legende des Karpatenhundes?
Nachdem der Edelmann tot war, schlich in dunklen Nächten winselnd ein riesenhafter, aber halbverhungerter Hund durch das Karpatendorf, die Rippen stachen aus seinem Fell hervor. Die Dorfbewohner stellten ihm aus Furcht Futter hin, aber der Hund wollte oder konnte nicht fressen. Wenn es der Geist des Edelmannes war, lag darin eine fürchterliche Gerechtigkeit, denn der Karpatenhund war immer ausgehungert, wie es zuvor auch seine Hunde gewesen waren … :evil:

Wie konnte Mrs. Boogle in die Wohnung von Mr. Prentice eindringen? Mr. Prentice hatte doch extra ein neues Schloss einbauen lassen?
Als Mr. Prentice einmal verreist war, rief Mrs. Boogle einen Schlüsseldienst. Sie behauptete, sie brauche einen Schlüssel für Mr. Prentices Wohnung, weil es dort vielleicht einen Rohrbruch gegeben habe. Der Schlosser baute daraufhin das neue Schloss aus, fertigte damit für Mrs. Boogle einen eigenen Schlüssel an und baute es wieder ein. Da er schon öfter für Mrs. Boogle gearbeitet hatte, fragte er nicht weiter nach. Nachdem die ??? Mrs. Boogle überführt haben, nimmt Mr. Prentice ihr den Schlüssel natürlich ab.

Hält sich Mr. Hassel wirklich ein Dutzend Katzen in seiner Wohnung?
Nein. Im Buch besitzt Mr. Hassel nur eine einzige Katze. Er wird aber trotzdem „Katzenmann“ genannt, weil er jeden Nachmittag um 17 Uhr eine Fütterung von diversen wilden Katzen der Umgebung vor seiner Haustür veranstaltet.

Wie zeigt Sonny Elmquist den ??? im Buch, was ein Mandala ist?
Da Elmquist den ??? ein Mandala „in den Sand“ zeichnet, dachte ich immer, am Pool des Appartementhauses gäbe es Sand wie an einer Beach Bar. Aber im Buch ist der Innenhof um den Pool herum komplett gefliest, ohne Sand. Stattdessen holt Elmquist aus seiner Wohnung ein Buch, in dem ein Mandala abgebildet ist und zeigt es den ???.

Wer ist Mrs. O’Reilly?
Der Pfarrer (er heißt McGovern) wohnt neben der Kirche im Pfarrhaus. Mrs. O’Reilly (eine abergläubische Irin) ist bei ihm als Haushälterin beschäftigt. Sie behauptet, dass der Geist eines verstorbenen früheren Pfarrers in der Kirche herumspukt.

Uwe

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2

Montag, 11. Oktober 2021, 14:02

Wie schaffte es Mr. Murphy, Justus in der Kirche einzuschließen?
Im Buch sieht Peter von Mr. Prentices Arbeitszimmer, dass spätabends in der Kirche plötzlich ein schwaches Licht brennt. Justus schleicht sich (ohne Bob) in die plötzlich wieder dunkle Kirche. Vorne am Altar sieht er im Schein einer Kerze die Gestalt eines alten Pfarrers stehen … plötzlich löscht dieser die Kerze, jemand anders stößt Justus zur Seite, rennt aus der Kirche und schließt die Tür von außen ab. Nachdem Justus von Pfarrer McGovern, Mrs. O’Reilly und der Polizei (die der Pfarrer sicherheitshalber gerufen hatte) befreit wurde, stellt sich heraus, dass der Ersatzschlüssel zur Kirche, der im Pfarrhaus immer an der Garderobe hängt, verschwunden ist.

Murphy hatte von dem Ersatzschlüssel gewusst, sich damit Zutritt zur Kirche verschafft und den Karpatenhund geholt, als plötzlich Justus auftauchte. Er stieß ihn zur Seite und schloss ihn ein. Dabei war Murphy allerdings nicht als Pfarrer verkleidet. Wer die geheimnisvolle Pfarrersgestalt war, die am Altar stand, bleibt daher zunächst ungeklärt … Erst am Schluss des Buches stellt sich heraus, dass es Pfarrer McGovern war. Da Mrs. O’Reilly keinen Tabakgeruch im Pfarrhaus duldet, hat McGovern sich angewöhnt, heimlich in der Kirche am Alter zu rauchen. An dem bewussten Tag hatte er seine Pfeife am Altar liegenlassen und kam abends zurück, um sie zu holen. Er stand daher gerade vorne am Altar, als Justus die Kirche betrat. Er schlüpfte dann durch einen Nebenausgang aus der Kirche heraus.

Warum geht Mr. Murphy immer schon um 5 Uhr morgens in sein Büro?
5 Uhr in L.A. ist gleich 8 Uhr in New York. Und da Murphy Börsenmakler ist, muss er sich nach den Öffnungszeiten der Börse an der New Yorker Wall Street richten.

Warum versteckte Murphy den Karpatenhund nicht einfach in seiner Wohnung? Das wäre doch viel einfacher gewesen, als alle Mitbewohner auszuschalten, die den Hund eventuell im Pool gefunden hätten?
Weil Murphy befürchten musste, dass die neugierige Mrs. Boogle (die ja einen Zentralschlüssel für alle Wohnungen besitzt) den Hund entdecken könnte.

Hat Murphy wirklich das Leben von Miss Chalmers und Mrs. Boogle gefährdet?
Nein. Die Pralinen waren handelsübliche, die Murphy kaufte und dann mit einem Mittel versah, von dem Miss Chalmers stark übel werden musste. Der Sprengsatz in Mrs. Boogles Auto war ebenfalls eher harmlos, dafür aber sehr laut. Mrs. Boogle sollte sich davon so erschrecken, dass sie auf die Reinigung des Beckens verzichten würde. Murphy hatte die Zutaten für den Sprengsatz gekauft, nachdem er mit angehört hatte, wie Mrs. Boogle die Reinigung angekündigt hatte. Dafür war er – wie die ??? beobachteten – spätabends noch einmal mit dem Auto weggefahren.

Woher wusste Mr. Murphy von Mrs. Boogles Plan, das Becken zu säubern? Als Mrs. Boogle das ankündigte, war Murphy doch mit Miss Chalmers unterwegs ins Krankenhaus?
Hier enthält das Hörspiel einen Logikfehler. Im Buch wird Miss Chalmers von Murphy und Mrs. Boogle gemeinsam ins Krankenhaus gebracht. Als sie wieder zurück sind, erwähnt Mrs. Boogle in Anwesenheit von Murphy ihre Reinigungspläne.

Welchen Plan verfolgte Murphy, als er den Brand in seiner Wohnung legte (außer von sich abzulenken)?
Er brauchte einen Vorwand, um ins Krankenhaus zu kommen (das übrigens recht nahe am Appartmenthaus und am Park liegt, wo das Lösegeld übergeben werden soll). Er wusste, dass zur Weihnachtszeit nicht viele Patienten dort sein würden und dementsprechend auch nicht viel Personal. Er konnte also ungehindert ein- und ausgehen. Ein perfektes Alibi, um das Lösegeld abzuholen.

Wie ist Sonny Elmquist in die Geschichte involviert?
Im Buch haben die ??? schon recht früh den Verdacht, dass Elmquist hinter den Lichtblitzen steckt. Denn kurz nach einem der Blitze hat Justus vom Fenster des Arbeitszimmers eine Gestalt unten auf der Straße verschwinden gesehen, die Elmquist ähnlich sah. Sie können sich nur nicht erklären, wie Elmquist die Blitze erzeugt, denn schließlich liegt Mr. Prentices Wohnung sechs Meter über der Straße.

Nach dem Brand bei Mr. Murphy fährt Bob zu Dr. Barrister, einem Anthropologie-Dozenten der Universität, der den ??? schon früher mit seinen Kenntnissen über Magie und Okkultismus geholfen hat. Barrister bringt ihn zu Professorin Arbiter, der Leiterin des Instituts für Neurologie und Psychatrie. Diese versucht, Bob eine mögliche Erklärung für „die rätselhafte Erscheinung in Mr. Prentices Wohnung“ zu geben. Dabei meint sie aber nicht die Lichtblitze, sondern eine menschliche Erscheinung, bei der es sich wahrscheinlich um Elmquist handelt!

Hier ist das Buch unlogisch. Denn Mr. Prentice hat den ??? nichts davon erzählt, er habe Mr. Elmquist in seiner Wohnung gesehen. :gruebel:
Das mag damit zu tun haben, dass es zwei verschiedene deutsche Übersetzungen des Buches gibt – eine erste, originalgetreue Fassung und später eine zweite „entschärfte“ Version. Darüber weiß ich aber nichts Näheres. Im weiteren Verlauf des Buches scheint es aber tatsächlich so zu sein, dass Mr. Prentice nicht nur Lichtblitze, sondern einen Mann in seiner Wohnung gesehen hat …

Professorin Arbiter vermutet, dass es sich bei Elmquist um einen Somnambulen (= Schlafwandler) handeln könnte. Das stellt sich im weiteren Verlauf des Buches als wahr heraus. Elmquist leidet an der Schlafwandlerkrankheit. Sobald er eingeschlafen ist und schlafwandelt, ist er auch psychisch beeinflussbar und „lenkbar“.

Mrs. Boogle erkannte diese Schwäche und machte sie sich zunutze. Sie gab Elmquist desöfteren, wenn sie ihn spät abends im Hof schlafwandelnd antraf, den Nachschlüssel für Mr. Prentices Wohnung und „befahl“ ihm, dort jeweils ca. 15 Minuten zu spionieren. Immer wenn Elmquist danach zurückkam, nahm sie ihm den Schlüssel wieder ab und fragte, was er herausgefunden habe. Nur ein einzigesmal erwachte Elmquist bei dieser Schlüsselrückgabe und berichtete später den ??? davon.

Einmal fand Elmquist bei seiner willenlosen Spionage in Mr. Prentices Schreibtisch ein Dokument über den Kauf des Karpatenhundes. Er belauschte auch das Telefongespräch, in dem Mr. Prentice mit Charles Niedland verabredete, wann dieser den Karpatenhund zu ihm bringen sollte. Elmquist erzählte beides Mrs. Boogle, die daraus den falschen Schluss zog, Prentice wolle sich einen echten Hund anschaffen. :D
Er erzählte es im schlafwandlerischen Zustand auch Mr. Murphy, der von dem Künstler Charles Niedland gehört hatte und wusste, dass es sich um ein wertvolles Kunstwerk handeln musste. Er wusste dadurch auch, an welchem Tag der Karpatenhund im Haus des verstorbenen Künstlers zu finden sein würde und plante entsprechend seinen Einbruch.

Elmquist konnte sich, wenn er erwachte, nie an seine Streifzüge erinnern. Doch das Mandala an der Decke von Mr. Prentices Arbeitszimmer blieb ihm in Gedächtnis.

Wie groß ist der Karpatenhund?
Er ist von der Unterseite des Glassockels bis zu den Ohrspitzen knapp 20 Zentimeter hoch. Nachdem Justus ihn gefunden hat, überredet er Mr. Prentice, ihn wieder in den Pool zurückzustellen, um den Dieb dabei ertappen zu können, wenn er ihn holt.

Doch das klappt nicht. Stattdessen sehen die ???, wie Sonny Elmquist den Hund aus dem Becken holt. Sie stellen ihn zur Rede. Dabei stellt sich heraus, dass er das nur getan hat, um ihn Prentice zu geben. Er hatte im schlafwandlerischen Zustand jemanden (Murphy, wie sich später herausstellt) dabei beobachtet, wie er den Hund im Becken versteckte. Als er sich daran erinnerte, beschloss er, die Figur zu holen.

Elmquist gesteht dabei auch, dass er hinter den Lichtblitzen steckt. Er hat sich dabei immer unter das Fenster von Mr. Prentices Arbeitszimmer gestellt, in einer Hand einen Spiegel so gehalten, dass er hoffte, das Mandala würde sich darin spiegeln, und dann mit einer Taschenlampe das Mandala angeleuchtet. Der Strahl brach sich dann stets in der Glasscheibe vor dem Mandala und wurde von dort in den Raum gelenkt.

Wie kommt Justus letztlich darauf, dass Mr. Murphy der Dieb ist?
Durch einen Eliminierungsvorgang. Der Dieb musste jemand aus der unmittelbaren Umgebung sein, der u. a. von den Gewohnheiten der Mieter und dem Kirchenschlüssel im Pfarrhaus wusste. Miss Chalmers und Mrs. Boogle wurden ausgeschaltet. Sonny Elmquist schlief während des Einbruchs. Der Neffe von Murphy (Harley Johnson) hatte ein Alibi. Mr. Hassell hätte niemals den Übergabezeitpunkt des Lösegeldes auf 17 Uhr festgelegt, da er um diese Zeit stets die Katzen fütterte und eine Abweichung von dieser Gewohnheit aufgefallen wäre. Blieb also nur Murphy. Und da Justus die Tasche mit dem Lösegeld (bei dem es sich im Buch übrigens nur um zurechtgeschnittene Papierstücke handelt) mit der Spezialpaste präpariert hat, ist Murphy überführt. :]

Was wird am Schluss aus Mrs. Boogle und Sonny Elmquist?
Mrs. Boogle reist nach dem Vorfall mit dem Sprengsatz im Auto unverzüglich zu ihrer Schwester nach Santa Monica. Das Appartementhaus bekommt auf Initiative von Mr. Prentice eine neue Verwalterin, die nicht die Mieter ausspioniert.
Sonny Elmquist zieht ebenfalls aus und nimmt sich eine Wohnung in West Los Angeles. Da er seine „Taten“ im Zustand des Schlafwandelns verübt hat, kann man ihn nicht belangen.


So, das war’s. Diesen Fall habe ich besonders sorgfältig analysiert, eben weil es wie gesagt meine Lieblingsfolge ist. Sie ist es auch jetzt noch, nachdem ich die ganzen Details aus dem Buch kenne, die den Fall zum Teil noch raffinierter machen.

Ich hoffe also, ich habe alle Rätsel gelöst und ihr hattet Spaß beim Lesen.

Ich verabschiede mich wieder mal und sage: Bis zur nächsten „Endlich gelöst“-Episode! :hi:


Uwe

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Dienstag, 12. Oktober 2021, 13:54

Er erzählte es im schlafwandlerischen Zustand auch Mr. Murphy, der von dem Künstler Charles Niedland gehört hatte und wusste, dass es sich um ein wertvolles Kunstwerk handeln musste.
Hier meinte ich natürlich "Edward" Niedland. Aber Editieren ging nicht mehr. ;)

Hier wäre noch zu ergänzen, dass Murphy damit rechnen musste, den Karpatenhund nicht ungestört stehlen zu können. Denn Charles Niedland hatte bei dem Telefonat mit Mr. Prentice ja angekündigt, im Haus seines verstorbenen Bruders zu warten, bis der Besuch der ??? bei Mr. Prentice beendet war, dabei die Büchersammlung seines Bruders zu begutachten, und den Karpatenhund erst danach zu Prentice zu bringen.

Daher nahm Murphy bei dem Einbruch auch eine Pistole mit. Doch er hatte großes Glück, dass Charles Niedland das Haus gerade verlassen hatte, um etwas essen zu gehen.

Smeralda

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4

Sonntag, 17. Oktober 2021, 15:46

Wow!!
Das ist wieder einmal der Knaller und richtig spannend zu lesen.

Uwe, vielen lieben Dank für dieses weitere Highlight deiner Reihe.

Jetzt habe ich total Lust das Hörspiel gleich zu hören und danach noch einmal deine Auflösung zu lesen.

Danke für die Mühe und Zeit die du investiert hast und die zu dieser tollen Recherche geführt hat.
Du hast Potential das 4. Fragezeichen zu werden! :]
Ganz toll! :up: :up: :up:
Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten

5

Mittwoch, 20. Oktober 2021, 23:19

Da hast du dir ja reichlich Arbeit gemacht! Ist echt gut geworden.
Und danke dafür.

03.11. 1921 - 30.08 2003
"Charlie Bronson hatte in seinen Filmen immer ein Seil dabei. Und er hat es immer gebraucht."

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