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101

Freitag, 8. Februar 2019, 15:56

:spot: Welcher von den Gesprächsteilnehmern ist denn unser lieber Skywise? Die Person vor Ort oder die Person, die über das Telefon in den Genuss kommt? Ich würde ja auf die Telefonbeschallung tippen . . .

Ich mach' den Anfang. Ich bin der, der sich über das Sangeswunder erkundigt :]

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Donnerstag.
Kollegin: "Ich bring' dir deinen Kollegen wieder. Nicht, daß er verwirrt durch die Gänge irrt und wildfremde Leute anspricht."
Skywise: "Oder wir ihn nach einigen Tagen der Unsicherheit verschmachtet in einer staubigen Kellerecke vorfinden. Danke dir."
Kollegin: "Habt ihr mal über ein Halsband nachgedacht? 'Ich gehöre zu ...'? Oder streitet er's ab, wenn er drauf angesprochen wird?"

LibussaKrokus

Grumbeersupp un' Quetschekuche

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Wohnort: Judikativenhausen

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102

Samstag, 9. Februar 2019, 16:04

Ja, Volltreffer! :headbang:
Nothing makes a father happier than seeing his daughter with a smile on her face and her boyfriend with fear in his eyes!

Glück ist wie furzen. Wenn man es erzwingt, kommt nur Scheiße raus!

103

Dienstag, 12. März 2019, 18:42

Skywise: "Was muß ich denn anstellen, um aus eurem Abteilungsleiter einen Zweizeiler rauszuholen?"
Kollegin: "Welchen meinste? Den alten oder den neuen?"
S: "Wie jetzt? ... Ich meine den Hochnasenhonk, der einem unterbezahlten und auch sonst unwürdigen Sachbearbeiter einer anderen Abteilung keine Antwort gibt, weil ihm sonst ein Zacken aus der Krone bricht ... Habt ihr den verschlissen? Ist er mit seiner Nasenspitze oben am Türrahmen hängengeblieben? Habt ihr es wie einen Unfall aussehen lassen?"
K: "Der ist über die Karriereleiter nach draußen gestolpert. Ab dem nächsten Ersten kassiert er so dicke Geldbündel, daß er keine Hand zum Arbeiten mehr frei hat."
S: "Diese Tragik ..."
K: "Wirklich schlimm."
S: "Das bringt mir aber immer noch keine Antwort in meine Akten. Habt ihr schon jemanden gefunden, der euch übernimmt, ohne sich zu übernehmen, oder kriegt ihr einen Externen?"
K: "Du hast das echt noch nicht mitgekriegt?"
S: "Öhm ... nö?"
K: "Das macht einer von uns. Rate mal."
S: "So viele von euch kenn' ich ja nicht. Bist du dir sicher, daß ich die Frage beantworten kann?"
K: "Und wie."
S: "Hm ... vielleicht ein kleiner Tip?"
K: "Wie wär's mit 'Tiefnasenhonk' statt Hochnasenhonk?"
S: "Äh ... ? ... Wieso ... Moment. Versuchst du gerade, mir zu erzählen, der Kleine übernimmt?"
K: "Versuch' ich, ja."
S: "Seid ihr noch zu retten?"
K: "Wir sind praktisch alle der Reihe nach gefragt worden und er ist übrig geblieben."
S: "Also erst mal tiefsten Respekt! Das grenzt ja schon an eine sportliche Höchstleistung, wenn es eine ganze Abteilung schafft, kollektiv in seinem Windschatten zu verschwinden."
K: "Bei ihm ist nur am wenigsten aufgefallen, daß er sich weggeduckt hat."
S: "Du liebe Zeit ... der Kleine als Abteilungsleiter ..."
K: "Na komm, so schlimm ist der nun wirklich nicht."
S: "Nö, im Gegenteil, ich halte schon viel auf ihn, aber mal ehrlich - der laufende Meter ist doch kein Abteilungsleiter! Ich weiß noch, wie ich im Gang stand und der mir entgegen kam. Ich denk' noch 'Der Kleine fragt dich bestimmt gleich nach dem Bällebad', und da ist es der Nachfolger vom Kollegen X, gerade frisch mit der Ausbildung fertig und so ... zwei Jahre später wird er Sachgebietsleiter und wieder ... drei? Jahre später Abteilungsleiter ... ich meine - 'tschuldigung, aber der Bengel ist keine dreißig Jahre oder gerade ein paar Tage drüber und praktisch damit schon am Ende der hausinternen Karriereleiter angekommen, ohne sich durch irgendwelche Sonderprojekte hervorgetan zu haben und er steht nun einer Abteilung mit ausschließlich älteren bis deutlich älteren und teils verdienteren Mitarbeitern vor. So was macht man doch nicht."
K: "*räusper* Ich hoffe, du hast mich auch mit den 'verdienteren Mitarbeitern' gemeint und nicht nur mit den 'deutlich älteren'."
S: "Das überleg' ich mir noch. Warum wollte denn die Y nicht? Oder der Z?"
K: "Y aus familiären Gründen, sagt sie. Ich glaube, ihrem Mann geht's nicht gut, und es könnte sein, daß sie einige Zeit Auszeit nimmt, um sich um ihn zu kümmern. Davon hab' ich dir aber nichts gesagt, okay?"
S: "Ich kenne dich nicht, Fremde, und ich gebe nicht viel darauf, was mir Fremde am Wegesrand erzählen."
K: "Brav. Und der Z ... wahrscheinlich hat er in den letzten Jahren ein bißchen zu ausführlich von seinem geplanten vorzeitigen Ruhestand geschwärmt. Ich glaub', der hätt's gemacht und wäre dann keinen Tag früher hier raus, das sag' ich dir."
S: "Schön blöd. Und jetzt macht's der, der noch ein paar Jahre hätte reifen müssen. Tolle Leistung."
K: "Der ist doch reif genug. Der ist seit letztem Jahr Vater, da ist er geübt im Umgang mit unserem Kindergarten."
S: "Ach, der ist Vater?"
K: "Ja, ja, Ende August war das. Auf den Bildern sind sie kaum auseinander zu halten, beide rote Bäckchen, strahlendes Lächeln, und wahrscheinlich ist der Sohn jetzt schon größer als der Papa."
S: "Wär' ja auch nicht so wirklich schwer. Geht der Papa denn noch zum Fußball?"
K: "Der Kleine und Fußball?"
S: "Na klar, der war doch einer der Ultras. Der hat vor einigen Jahren noch ordentlich die Gegner aufgemischt."
K: "... na komm, du willst mich doch verarschen?"
S: "Das würde ich doch mit deutlich älteren Mitarbeiterinnen niemals tun."
K: "Selbstverständlich nicht, wie konnte ich das nur glauben? Aber mal ehrlich - der Kleine und die Ultras?"
S: "Nö, echt wahr. Kumpel ist mal mit seiner Gruppe in eine etwas ungemütliche Diskussion mit ein paar Anhängern der anderen Mannschaft und den Ultras geraten. Wie's halt so ist. Man tauscht ein paar Komplimente aus, die anderen äußern ihrerseits Liebenswürdigkeiten und irgendwann gab's halt Zanke, und beim Ausholen ist der Kleine dummerweise dem Kumpel seiner Faust im Weg gewesen. Ich hab' auch erst an eine Namensgleichheit geglaubt, aber als er ihn dann beschrieben hat und als zwei Tage später der Kleine mit einem einmaligen blau-grün-roten Muster ums Auge herumgelaufen ist, hab' ich meine Meinung geändert. Euer neuer Abteilungsleiter hat also eine zumindest eine interessante Vergangenheit. Ob er jetzt als junger Papa und Abteilungsleiter noch bei den Ultras mitmischt, weiß ich natürlich nicht."
K: "Hm. Ich nehm' das mal als Anregung mit. Wenn ich jemanden hier nicht leiden kann, dann streu' ich das Gerücht, er wäre Anhänger des nächsten Fußballgegners."
S: "Mach das. Und dann lehnste dich zurück und genießt die Show."
K: "Wie's deutlich ältere Mitarbeiterinnen so machen. Bin ich eigentlich jetzt eine 'verdientere Mitarbeiterin' oder soll ich dich zum Anhänger von Bayern München erklären?"
S: "Ich glaube, das nimmt er dir nicht ab, dazu ist er mit dem Thema Fußball schon zu oft an mir abgeprallt."
K: "Schade irgendwie."
S: "Aber du willst mir sagen, daß ich den Kleinen antickern soll, damit er mir mit meinem Problem weiterhilft?"
K: "Wenn's keine ernste Sache ist, ja. Vielleicht mußt du zwei Wochen warten, bis er auch offiziell zum Abteilungsleiter geschlagen wurde, aber er wäre dein Ansprechpartner."
S: "Ich wünsch' euch viel Spaß mit ihm."
K: "Ich uns auch."

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Donnerstag.
Kollegin: "Ich bring' dir deinen Kollegen wieder. Nicht, daß er verwirrt durch die Gänge irrt und wildfremde Leute anspricht."
Skywise: "Oder wir ihn nach einigen Tagen der Unsicherheit verschmachtet in einer staubigen Kellerecke vorfinden. Danke dir."
Kollegin: "Habt ihr mal über ein Halsband nachgedacht? 'Ich gehöre zu ...'? Oder streitet er's ab, wenn er drauf angesprochen wird?"

104

Dienstag, 2. April 2019, 16:58

1. April.

Kollegin/Feuerwehr: "Du-hu?"
Skywise: "Ja-ha?"
K: "O du mein Allerbester ...?"
S: "*soifz* Was habt ihr angestellt?"
K: "Ich brauch' deine Überredungskünste."
S: "Reden wir von Inkasso oder vom Einkauf?"
K: "Vom Einkauf. Wir haben am Freitag einen Kartendrucker hier aufgestellt bekommen."
S: "Karten? Meinst du jetzt Koblenz, Ruhrgebiet, Toskana oder Visitenkarten?"
K: "Ne, unsere Dienstausweise. Kennste die?"
S: "Schon mal gesehen. Das waren diese Scheckkarten-Dinger."
K: "Richtig. Und dazu brauchen wir jetzt Karten und Druckerpatronen etc. ..."
S: "Ist das denn die Möglichkeit ..."
K: "Ja-ha. Und die will uns der Büromateriallieferant nicht anbieten. Du hast doch da Kontakte. Kannst du mal nachhören, ob er uns das Zeug nicht doch liefern kann?"
S: "Moment, ich mach' gerade mal einen langen Arm ... so, Zettel, Stift ... alles klar. Dann leg' mal los. Fangen wir mit den Patronen an. Was habt ihr für ein Gerät hingestellt bekommen?"
K: "Fabrikat X, Modell Y."
S: "Aha ...? Öhm ... Du-hu?"
K: "Ja-ha?"
S: "Wenn du irgendwann 'April, April' sagen willst, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt."
K: "Will ich nicht. Wieso?"
S: "..."
K: "Ja-ha?"
S: "Kennst du noch die Augsburger Puppenkiste mit ihrer Serie über die Schildbürger? 'Dies ... ist die Stadt Schilda' ... Äh, aber warte mal ... bevor ich euch unterstelle, daß ihr strunzdumm seid - wer hat euch denn die Kartendrucker hingestellt oder wie ist das genau gelaufen?"
K: "Unser Chef hat die Anweisung aus dem Reich der Götter bekommen, genau diesen Drucker auf genau meinen Schreibtisch zu stellen, damit im Vorzimmer die neuen Dienstausweise gedruckt werden können. Die Drucker haben dann unsere EDVler hier installiert. Ich schätze, die haben auch die Geräte selbst beschafft."
S: "Okay ... also. Erstens."
K: "Soll ich mir noch einen Kaffee eingießen oder wird der Vortrag nicht so lang?"
S: "Kommt auf die Rückfragen an. Gieß mal besser ein. Vielleicht geht's aber auch schneller. Wie gesagt: erstens. Das, was ihr euch da eingehandelt habt, sind Kartendrucker auf etwas höherem Level. Der Hersteller vertreibt die Dinger über ein exklusives Händler-Netzwerk. Das gilt auch für das Zubehör, also für die dazu passenden Karten, für die ... also, Patronen sind's nicht, sondern Farbbänder und für Reinigungs-Sets und solchen Blödsinn. Die Karten kriegt man wahrscheinlich auch noch von anderen Herstellern - würde mich wundern, wenn nicht -, aber die Farbbänder und Hygiene-Sachen laufen mit den Service ausschließlich über den ausgewählten Fachhandel. Unser Büromateriallieferant darf die Sachen also nicht verkaufen, daher bekommst du auch von ihm kein Angebot. Insofern wär's echt clever gewesen, beim Kauf mit dem ausgewählten Händler auch noch über Verbrauchsmaterialien zu verhandeln - anstatt das jetzt nachzuholen. Was red' ich - es wäre sowieso klug gewesen, von Anfang an darüber zu sprechen, denn ich kauf' mir ja auch keinen Drucker, von dem ich später nicht weiß, wo ich die Patronen und das Papier herkriege. Und wieviel der Krempel im Bedarfsfall kostet. Ich krieg' ja heute auch günstig Drucker hinterher geschmissen, aber am Verbrauchsmaterial darf ich mich dann blutig zahlen. Da lohnt es sich schon mitunter, vielleicht doch einen etwas teureren Drucker zu kaufen, bei dem der Rattenschwanz nicht ganz so heftig zuckt."
K: "Zur Kenntnis genommen. Ich hatte zwar damit gar nichts zu tun, aber - klingt logisch."
S: "Danke. Zweitens. Viel wichtiger."
K: "Sekunde, Sekunde ... schlürf ... So, jetzt. Bin gewappnet."
S: "Zweitens. Diese Farbbänder ... äh ... die funktionieren nach dem Thermosublimationsverfahren. Kannst du damit was ...?"
K: "Wie war das im Mittelteil?"
S: "Thermo-Sublimations-Druck. Mal salopp: die Farbe wird vom Farbband auf die Plastikkarte 'gebacken'. Bei Thermo-Verfahren ist die Farbe grundsätzlich ziemlich wärmeempfindlich. Beim Thermotransfer-Verfahren, das kennst du vielleicht von der Supermarktkasse, da kann's passieren, daß du den Kassenzettel in die Sonne legst und ein paar Tage später ist er wieder weiß wie Schnee. Beim Sublimationsdruck ist der Druck weniger empfindlich, reagiert aber trotzdem noch auf UV-Strahlen oder Wärme. Okay?"
K: "Und?"
S: "... wo arbeitest du gerade?"
K: "Bei der Feuerwehr ...?"
S: "Kann's passieren, daß die Jungs und Mädels ihren Ausweis in der Arschtasch' haben, wenn sie in ein Feuer reinspazieren? Klar, daß es im Anzug nicht so heiß ist wie drumrum, ist ja der Gag da dran, aber Kuschelwärme erreicht man doch wahrscheinlich trotzdem in der Montur, oder?"
K: "Ach so ... äh ... ja, äh ... Scheiße. Versteh' deinen Punkt."
S: "Der geht dreimal mit einem Dienstausweis ins Feuer rein und kommt beim vierten Mal mit einer weißen Plastikkarte wieder raus, wenn's dumm läuft."
K: "Ist doch klasse. Wenn der nach drei Mal die Schnauze voll hat, können wir den Dienstausweis gleich wieder neu bedrucken."
S: "Also, ich schlage Folgendes vor: ich such' mir einen Lizenzpartner von X und rede mit dem mal ein paar Takte, frage nach Erfahrungswerten und Preisen, eventuell auch nach einem Muster oder Testpaket. Dann sehen wir weiter. Schön wär's, wenn ihr nicht sofort mit dem Bedrucken loslegen würdet, sondern erst mal einen Testlauf macht mit zwei Karten. Eine legt ihr in die Sonne, eine andere soll ein Kollege mitbekommen, der im Außeneinsatz ist und Montur trägt. Und nach vier Wochen oder so schau'n wir mal, ob das Dingens Sonne oder Wärme auf Dauer gut verträgt. Wenn ja, kommt der Lieferant unter Vertrag und wir beziehen Material und Dienstleistungen - Reparaturen, Wartungen und so - von ihm. Wenn nein, wissen wir, daß wir ein Problem haben. Vielmehr: du."
K: "Naa toll. Find' ich gut, daß wir drüber gesprochen haben."
S: "Ich auch, jetzt haben wir nämlich beide erst mal Arbeit. Danke dir dafür."
K: "Ich brauche echt langsam wieder einen Azubi."

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Donnerstag.
Kollegin: "Ich bring' dir deinen Kollegen wieder. Nicht, daß er verwirrt durch die Gänge irrt und wildfremde Leute anspricht."
Skywise: "Oder wir ihn nach einigen Tagen der Unsicherheit verschmachtet in einer staubigen Kellerecke vorfinden. Danke dir."
Kollegin: "Habt ihr mal über ein Halsband nachgedacht? 'Ich gehöre zu ...'? Oder streitet er's ab, wenn er drauf angesprochen wird?"

LibussaKrokus

Grumbeersupp un' Quetschekuche

Beiträge: 3 235

Wohnort: Judikativenhausen

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105

Donnerstag, 4. April 2019, 21:04

:eek: Was für ein Irrenhaus!
Nothing makes a father happier than seeing his daughter with a smile on her face and her boyfriend with fear in his eyes!

Glück ist wie furzen. Wenn man es erzwingt, kommt nur Scheiße raus!