Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: CLH - Hoerspielforum und mehr. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

acquire

Weekendsurfer

  • »acquire« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 013

Wohnort: Elmshorn

Beruf: Schüler

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 20. März 2012, 15:14

Gruselkabinett Nr. 59 – Das violette Automobil

Dieses Meisterwerk der Gruselkabinett-Reihe betont stark das Romantische: eine wunderschöne, einsame, idyllische Umgebung dazu ein ruhiger Erzählstil sowie ein Geheimnis, das es zu lüften gilt. Unheimliche Momente sind ab und an vorhanden, Stellen zum Gruseln finde ich nicht. Das ist auch gar nicht nötig. Die Geschichte wird getragen von dem erwähnten Geheimnis, welches einige Menschen schrecklich mitnimmt. Die Neugier des Hörers wird ins Unermessliche getrieben, bis es die dramatische Auflösung gibt und das Hörspiel kurze Zeit später tragisch endet.
Einige Hörer mögen bemängeln, dass sie im Gruselkabinett richtig unheimliche Hörspiele erwarten. Diese werden sicherlich enttäuscht. Wer kein Gruseln erwartet wird mit einem unglaublich guten Hörspiel belohnt, bei dem besonders die Sprecher Doris Gallart und Eckart Dux ein tolles Duo abgeben.

Solveig Duda spricht eine Krankenschwester, die in einer langen Einstiegsszene vom nebeligen London in die ländliche Idylle reist, um eine Arbeitsstelle anzunehmen. Dort angekommen weiß sie nicht nicht so recht, warum sie gerufen wurde. Doch schon bald vertrauen sich ihr die Hauseigentümer Eldridge, genial von Doris Gallart und Eckard Dux gesprochen, an...
Diese drei Sprecher sind die meiste Zeit zu hören und überaus überzeugend. Die anderen Rollen werden nicht minder gut gesprochen. Besonders gut hat mir Sophia Abtahi gefallen. Oftmals habe ich bei Kinderrollen Kleinigkeiten auszusetzen, hier jedoch nicht. Erstklassig!
Ich freue mich jedes Mal sehr darüber, bei Titania Medien neue Stimmen zu hören. Solveig Duda ist eine tolle Sprecherin und bis dahin noch nie in einem bekannten Hörspiel beteiligt gewesen. Ähnliches gilt für diejenigen, die bisher nur bei Titania Medien oder nur sehr wenigen Hörspielen mit von der Partie waren. Dazu gehören beispielsweise Doris Gallart, Monika Barth oder Sophia Abtahi. Bei all diesen Sprechern hoffe ich auf ein Wiederhören in anderen Hörspielen.
Titania Medien zeigt damit immer wieder, dass es noch viele großartige Stimmen / SprecherInnen / SchauspielerInnen neben den bekannten SynchronsprecherInnen gibt, die es mehr als verdient haben, bei einem Hörspiel mitzuwirken und somit gleichzeitig die Vielfalt erhöhen.

Bei den Sprechern gibt es nichts auszusetzen. Vermisst habe ich dennoch zwei: Die Bediensteten im Haus der neuen Arbeitsstelle sind nie zu hören. Ich hätte mir gewünscht, ab und zu eine knappe Antwort auf das Rufen der Hauseigentümer zu hören. So kam mir der Aufenthalt unheimlich vor – ich hatte schon die Vermutung, die Angestellten könnten Einbildung sein oder der Krankenschwester würde alles vorgespielt und tatsächlich sind das alte Ehepaar die einzigen Bewohner. Vielleicht ist diese Interpretationsmöglichkeit gewollt. Natürlicher hätte es dennoch gewirkt, einfach zwei-drei Sätze dafür einsprechen zu lassen.

Musikalisch und auf Geräuschebene hält Titania Medien ihr gewohntes Niveau. Etwas irritiert hat mich dennoch der Wartebereich am Anfang des Hörspiels. Dort ist es absolut still – nur als die Tür geöffnet ist, sind Außengeräusche hörbar. Meine Erfahrungen mit abgetrennten Warteräumen sind gänzlich anders: Außengeräusche waren nie unhörbar.

Ganz begeistert hat mich das Cover. Ich mag besonders die gelungene Nachtszene mit den windverzerrten Bäumen, dem Vollmond und den Wolken am Firmament. Das violette Automobil ist modellgetreu und ein echter Hingucker. Tolle Arbeit!

Fazit
Nach einem fröhlichen Anfang, der aus einem „Anne“-Hörspiel hätte stammen können, entwickelt sich die Handlung schnell in eine interessante, die Neugier weckende Richtung. Der Spannungsbogen kann bis zum Ende aufrecht gehalten werden.
Insgesamt ein sehr spannendes romantisches Hörspiel ohne nennenswerten Gruselfaktor.
TKKG-Site.de - Alle Produkte, alle Medien - alles zu TKKG.

2

Mittwoch, 21. März 2012, 19:33

Das Hörspiel hat mir sehr gut gefallen und Doris Gallart hat mich stellenweise an Marianne Kehlau erinnert, ich finde die Stimmen ähneln sich sehr.