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281

Freitag, 9. Dezember 2011, 21:16

danke - ich hoffe die rezis machen spass und bringen den einen oder anderen auf dem geschmack.

oft sammelt man ja nur so vor sich hin und kommt überhaupt nicht mehr zum hsp hören - jammerschade das...

282

Freitag, 9. Dezember 2011, 21:22

oft sammelt man ja nur so vor sich hin und kommt überhaupt nicht mehr zum hsp hören - jammerschade das...


Ach, zum Hören komm ich eigentlich schon... nur raff ich mich nie dazu auf, dann auch was dazu zu schreiben :shy: :scheinheilig:

Aber echt schön, dass Du diesen alten Thread ein bisschen in Schwung bringst :up:

joe adder

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283

Freitag, 9. Dezember 2011, 21:45

danke - ich hoffe die rezis machen spass und bringen den einen oder anderen auf dem geschmack.

oft sammelt man ja nur so vor sich hin und kommt überhaupt nicht mehr zum hsp hören - jammerschade das...
Mir machen die sehr viel Spass! Ich habe hier auch ein oder zwei Alf, aber auch nur, weil die in irgendeinem Packen dabei waren. Mal schauen, wann ich die das naechste Mal hoeren werde. :]
"Weiche aus, um nicht weh zu tun. Tue lieber weh, als zu verletzen. Verletze lieber, als zu töten. Töte nur, um nicht selbst getötet zu werden. Ruhst du in dir selbst, wird es dir gelingen, dich daran zu halten."

284

Dienstag, 13. Dezember 2011, 12:08

Die Verschworenen Freunde: Folge 06 – Das Geheimnis der Teufelsinsel - Starlet

so gings mir auch mit alf, als beifang ins netz gegangen...

apropos beifang - eine weiteres hear-alike ala 5 freunde und co gabs heute im auto:

Die Verschworenen Freunde: Folge 06 – Das Geheimnis der Teufelsinsel - Starlet
(Weitere Infos zur Serie)

Bemerkung vorab: eine exakte Datierung ist mir nicht gelungen, manche Hinweise deuten aber auf Mitte/Ende der 60er Jahre hin, so zum Beispiel o.g. Wikieintrag und der Umstand, das Udo Wachtfeitl Jahrgang 1958 als Kindersprecher dort noch eindeutig ein Kind war.

Der Plot ist schnell erzählt: Zelten am Meer, Nächtliches Morsen von der vorgelagerten Teufelsinsel, die Freunde nix wie hin, Schiffbruch, dort entführten Professor vorgefunden, der einer Geldfälscherbande Pfundnoten drucken soll, gelungene Rettung, Gelächter im Chor zum Abschluss.

Ohne zu wissen, dass die Produktion ein Kind der 60er-Jahre ist, drängte sich mir diese Datierung aufgrund des akustischen Eindruck schnell auf (abgesehen von den alterbedingten Abnutzung des Bandes): hallende Räume, obwohl sich eigentlich alles am Strand abgespielt hat, dazu rudimentärer Soundeinsatz ala 68 Geräusche für Dia und Film und vor allem die Sprechweise: Rrrrrrrollende Rrrrrrs, gedruckte Ausdrucksweisen der 50er/60er-Jahre, so ein bisschen Sprachflair aus den Lausbubenlümmelletztebank-Filmen. Na und da drauf eine abgespeckte Enyd Blyton-Story gepackt. Musik seeehr spärlich, nix Bohn&Co, vielmehr verbreitet eine wimmernde Mundharmonika den Charme verwanzter Cowboys über Bohnentellern am Lagerfeuer. Tommy, der Rudelführer, scheint um einiges älter zu sein und laviert seine Adlaten von einer gefährlichen Situation in die andere ("Sturm? Umkehren? Pah, rudert weiter!" oder "Schafft Ihr den Rest schwimmend?"), Kukusch, Schicks und Siebenschläfer rudern brav, suchen Feuerholz oder schmeissen auf Zuruf Scheiben ein und bleiben dadurch relativ gesichtslose Bälger ohne besondere Macken, Kennzeichen oder Fähigkeiten. Anders als uns bekanntere Abenteurkinder, deren Gehabe schon anzusehen ist, dass sie später mal ein tüchtiges Problem mit ihrer sexuellen Orientierung oder mit Fettleibigkeit bekommen werden.
Abgesehen von der etwas eindimesionalen Ausprägung der Charaktere, eine 08/15-Abenteuergeschichte, die in ihrer Einfachheit und Undurchdachtheit (schon mal eine 10 Meter lange Leiter gesehen?) fast schon rührend wirkt, aber für das damalige frühjugendliche, durch faktisch/physikalisch fundierte Plots unbehelligte, Publikum wohl ganz unterhaltsam.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Hörspielserie der Absicht der Jugend der 60er Jahre, mit älteren Jungs ein harmloses Camp am Strand aufzuschlagen, hinsichtlich der elterlichen Bewilligung solcher Unternehmungen eingedenk solcher unabsehbaren Folgen, eher abträglich war. Tommy hat als Mentor versagt und wäre im echten Leben anschliessend ins Erziehungsheim gesteckt worden - man muss sich die Sorge der Angehörigen vorstellen, als die Bande sich ein Ruderboot ausgeliehen hatte, bei Sturm losgefahren und dann über zwei Tage verschollen gewesen war!

Fazit: angestaubtes Klauwerk, aus hörspielarchäologischer Sicht aber interessant und zumindest für mich sammelnswert.

285

Donnerstag, 5. Januar 2012, 12:54

N & K, die Detektive: Folge 1 - Wer hat den schwarzen Hund gesehn?

N & K, die Detektive: Folge 1 - Wer hat den schwarzen Hund gesehn?

Erste von zwei Folgen (die zweite Folge hab ich auch) der Detektivgeschichte des deutschen Jugendbuchautors Jo Pestum, Schneider Ton, aus dem Jahr 1986. Als Buch erschienen sechs Folgen - wenn ich mich bei amazon nicht verzählt habe.
Ich weiss nicht, warum die Serie nicht fortgeführt wurde, der mangelnde Erfolg kann es kaum sein, so oft wie einem die beiden Folgen einem auf Märkten und in der Bucht angeboten werden. Weiss wer was?

Niko und Klaus, Zimmergenossen und Weggefährten in einem behüteten Waisenhaus, sind die fast 13-jährigen Zwillingsdetektive (zwar am gleichen Tag geboren, jedoch nicht verwandt), gehen brav zur Schule, und unterscheiden sich eigentlich nur durch verschiedene Essensvorlieben, was auch gleich Vorlage für den einzigen Running Gag ist "Hey verdammt, vielleicht gibt´s heut endlich ma Pommes mit Majo!". Womit wir nonchalant zum sprachlichen Duktus der Dialoge kommen: ihn als flapsig zu bezeichnen hiesse zu bagatellisieren. Ein bisschen sehr bemüht befleissigen sich die zwei Helden der in den 80ern üblichen jugendlichen Gemeinsprache, die auch vor häufigen Gebrauch des Wortes "Scheisse" nicht Halt macht (bis zu zwei Mal in einem Satz gebraucht). Nun gut, die Jungs sind 12, leben im Heim und dürfen das wohl - zudem dient das dem Autor als Stilmittel, als Ranschmeisse an das jugendliche Publikum. Ich könnte mir gut vorstellen, dass hochgezogene Augenbrauen der um die sprachliche Verrohung Ihrer Kleinen besorgter Eltern zu Einstellung der Serie geführt haben. Nur eine Vermutung. Leider bleibt es nicht bei Kraftausdrücken - auch ansonsten lümmelt die Sprache auf niedrigem Niveau herum, bis hin zu teilweise einfach falschem Deutsch.
Mit wie viel Stil und sprachlicher Eleganz sich Helden auch artikulieren können ohne das Publikum zu verprellen, sieht man an Justus Jonas!
Die Geschichte selbst ist packend, schlüssig und gar nicht so simpel gestrickt, wie es den anschein haben mag: ein nettes detektivpuzzle für unsere helden, der fall hat – ähnlich TKKG – einen weitaus realistischeren hintergrund als fälle zb der ???, die weise, wie er aber aufgelöst wird, ist recht ähnlich: mit bewusster überschreitung der den schutzbefohlenen auferlegten grenzen, gefährlichem körpereinsatz und erleichterndem gelächter aller nebst knurrender, gefasster bösewichte zum Schluss.

im grossen und ganzen eine recht typische jugendserie mit den todsicher erfolgsbringenden elementen einer 70er/80er-jahre-jugendräuberpistole:
die protagonisten sind was besonderes: waisen (justus jonas), heimbewohner/internatsschüler (hanni und nanni), quasi-zwillinge (hanni und nanni), unzertrennliche freunde und obendrein detektive (was auf so gut wie alle derartige serien zutrifft). die sehnsucht eines behüteten jugendlichen nach einem tragischen element, das ihn besonders macht, ich denke, das kennt jeder (ich selbst war immerhin detektiv;-). das ist umso seltsamer, wenn man bedenkt, dass alle Heimkinder und Waisen, die man so als Jugendlicher kennengelernt hat, arme Schweine waren - aber das nur am rande...

Jetzt, da ich den Titel in der Threadüberschrift einfüge, fällt es mir auf: der hat nur wenig mit dem Inhalt zu tun...

Noch ein paar Worte zur Produktionsqualität – die jugendlichen Sprecher sind unterschiedlich gut, der eine liest so lala ab, der andere ist ganz gut, ansonsten pipsige Synthesizer-Melodien, man merkt der lebendigen Inszenierung das Studio zwar nicht an, dennoch hätte ein bisschen mehr Atmo durch Hintergrundsgeräusche nicht gefehlt. Apropos Hintergrundsgeräusche: einen radebrechenden Piepmatz haben die beiden auch, mindestens so nervig wie blacky!

Fazit: die Hauptcharaktere ein Potpourri der beliebtesten Serienstars, die Story deutscher Realismus ala TKKG und gut durchdacht, ordentlich produziert, insgesamt fehlt etwas die Individualität. Hat Schneider Ton EUROPA/TKKG/??? da Paroli bieten wollen und es dann nach zwei Folgen sein gelassen? Schade, ich finds besser als TKKG.

Skywise

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286

Mittwoch, 11. Januar 2012, 22:40

Natascha - Seelenficker

[isbn]3939121177[/isbn]
Sprecherin: Maria Koschny
9 Tracks, ca. 125 Minuten
Lifetime Audio, 2008

Natascha ist 17 Jahre alt. Und sie hat versucht, ihrem Leben mittels Rasierklingen ein Ende zu setzen. Und sie ist drogensüchtig. Und ihre Arme und Beine sind übersät mit Narben, die vom Ritzen stammen. Und sie sieht aus wie zwölf. Was sie für den Babystrich qualifiziert. Und sie führt Tagebuch.
In diesem Tagebuch hält sie ihre Gedanken fest, äußert ihre Erinnerungen an bestimmte Freier, versucht, ihre Gedanken zu ordnen, beschreibt die Wirkung bestimmter Drogen, reflektiert ihr Verhältnis zu ihrer Mutter und nicht zuletzt zu sich selbst und dem Rest der Welt. Ihr größter Wunsch: ein ganz normales Leben führen. Sie weiß sehr wohl, was sie ist, wer sie ist und was man ihr und sie sich selbst alles zumutet, aber für die Droge tut sie alles, und ohne Drogen wäre es auch manchmal gar nicht auszuhalten, was sie durchmacht. Sei es, daß ihr ein Freier ein Feuerzeug in den Schritt hält oder sie Vergewaltigung spielt, daß einer sie anpinkelt oder sie bei Sex mit Tieren zuschauen läßt. Und ohne Drogen würde sie die Schule wohl nicht schaffen, gewissermaßen ihr Rettungsanker in einer völlig aus den Fugen geratenen Welt.

Natascha hat mittlerweile einen Drogenentzug hinter sich; das letzte Kapitel des Buches beschreibt ihren Weg aus dem Drogensumpf und äußert die Hoffnung auf ein normales Leben. Inzwischen hat sie eine Lehre angefangen und man drückt ihr natürlich die Daumen, daß sie auf ihrem weiteren Lebensweg mehr Glück hat als bisher. Laut eines Interviews plant sie keine weitere Karriere als Schriftstellerin, der Roman sei eher zufällig entstanden, nachdem sie mit einem Verleger ins Gespräch gekommen ist. Laut Vorwort soll das Buch zu einer Diskussion anregen über Kinderprostitution.

Das Buch ist schon recht harter Tobak; da, wo bei vergleichbaren Büchern wie dem bekannten "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" dezent abgeblendet wird, hält "Seelenficker" mit deutlicher, aber nicht unpoetischer Sprache drauf. Detaillierte Szenen und Schilderungen, wobei allerdings, um nicht auch noch das "falsche" Klientel zu bedienen, vor allem Nataschas Gefühlswelt im Mittelpunkt steht - wie eigentlich auch nicht anders von einem Tagebuch zu erwarten. Mal mit stiller Hoffnung, mal völlig niedergeschlagen reflektiert sie das Geschehen der letzten Stunden oder Tage, immer auf der Suche nach dem Ausweg aus der Spirale, die sie nach unten zu ziehen droht. Ein schonungsloses Buch, das einen sicher nicht kalt läßt.

Die Hörbuchfassung wird gelesen von Schauspielerin Maria Koschny (Synchronsprecherin Jessica Biel, Lindsay Lohan). Mit einem stets leicht kratzigen Tonfall und mit einer gewissen Teilnahmslosigkeit liest sie Nataschas Erlebnisse - und trifft damit faszinierenderweise exakt den richtigen Ton. Sie wirkt müde, desillusioniert, sprich: kaputt. Scheinbar emotionslos liest die Nataschas Schilderungen von Sex, Mißbrauch, Selbstverletzung und Drogensucht, die inneren Wunden werden größtenteils durch Pausen oder Änderung der Lautstärke angedeutet. Sie spricht wie jemand, der kein Mitleid braucht oder haben möchte, sehr wohl aber wie jemand, der leidend nach einer Alternative sucht. Sicher ein treffender Ton für dieses Hörbuch, das übrigens auch von der Autorin selbst gelobt wurde. Maria Koschny gelingt es auf glaubhafte Weise, den Hörer ohne großes Gehabe und Effekte in ihren Bann zu ziehen und ihm eine Lesung mit Langzeitwirkung auf den Weg zu geben.

Sicher ein (Hör)Buch, an dem sich aufgrund des Themas und der Schilderungen die Geister scheiden werden, ganz sicher aber eines, das in einem arbeiten wird. Die gewünschte große Diskussion um Kinderprostitution blieb nach der Veröffentlichung bedauerlicherweise aus. Ich sag's nur.

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Mittwoch.
Nach einem Vertreterbesuch ...
Skywise: "Dieser Purche! Dieser Schorke! Dieser elende Wöcht! / Drönget mir etwas auf, der ich gar nichts gemöcht!"
Kollegin: "Gemächt?"
Kollege: "Gemocht."
Kollegin: "Ne, gemocht habe ich den auch nicht."

287

Dienstag, 31. Januar 2012, 17:20

Schneewittchen und die 7 Zwerge ala Disney von Karussell
...also als alter musicalfeind bin ich über die A-Seite nicht hinausgekommen - und wieeeeder und wieeeeeeder muss gesungen werden... schade um den stoff und jetzt heisst es: weg mit dem disneyfilmhörspielkram, ab in die ramschkiste!

Pumuckl und der Finderlohn/die KartenSpieler älteste Auflage
...zumindest die kartenspieler sind nicht so häufig zu hören/zu sehen gewesen, wie immer verwirrend, den bayrhammer als spezl vom pongratz-eder zu hören, auch lustig, wie schön da gesoffen, geraucht und gezockt wird, besoffene nachbarn grölen usw. schön bayerisch, schön politisch unkorrekt! sehr lustig der rauchende, hustende und anschliessend leidende Pumuckl, hab viel gelacht!

19 Minuten
[img][/img]
spannende geschichte rund um einen schulamoklauf. ende relativ überraschend - empfehlung!

weissglut - sandra brown
[img][/img]
einfach gut, super vorgelesen, packend und - ein wesentliches qualitätsmerkmal für mich - ein überraschender aber doch realistischer schluss!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »don.raphael« (31. Januar 2012, 17:21)


288

Freitag, 17. Februar 2012, 09:24

Das Lächeln der Fortuna: Waringham Trilogie 1 von Rebecca Gablé

Nach tapferem Hören aller Ken Follett-Mittelalter-Schinken wurde mir das "Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé ans Herz gelegt und ich befürchtete, so ein mittelmässiges Wanderhuren-Gschmarre über mich ergehen lassen zu müssen - weit gefehlt!
Historisch fundiert, immer wieder actionreich und spannend und trotz der vielen Verstrickungen, Wendungen und vielen Charaktere erstaunlich übersichtlich, man verliert nie den Faden, keine Durchhänger (10 CDs) und der Sprecher Martin May ist spitze!

Teil 2 und 3 gibts übrigens auch, ist schon auf dem player...

289

Mittwoch, 29. Februar 2012, 11:20

Das Imperium der Wölfe

...nach dem blutigen, megadüsteren "Flug der Störche" ein weiterer grange auf dem player. wie immer spackend (spannend und packend wollt ich eigentlich schreiben, aber spackend ist auch gut), super story, sehr gute figuren und ein hammer-sprecher - joachim kerzel.
kleinen punktabzug gibts für den (zugegebenmassen sehr sparsam eingesetzten) musik- und geräuscheeinsatz, den ich aus den loops von apples garageband her kenne und mir daher etwas billig vorkommt. tut der story aber nicht weh.

290

Montag, 12. März 2012, 08:57

Unentschlossen von Benjamin Kunkel

nicht zufällig liest gerade ulmen dieses hörbuch - ist doch der protagonist dieses new york-kultromans der amerikanische herr lehmann - ein unentschlossener, verschrobener und neurotischer mittdreissiger. die sprache ist gut, manchmal verschruaben sich die sätze etwas und es gibt deutliche längen in der geschichte, aber das timing von ulmen und die besagte lehmann-analogie bringen immer wieder herrliche absurditäten zu tage.
wer es in die finger kriegt, soll es ruhig mal anhören, ist ja nicht lang, ein stück intelligenterer unterhaltung.

291

Mittwoch, 14. März 2012, 23:46

die ein oder andere anmerkung... zum einen oder anderen hörspiel...

bin erst seit kurzem in der "szene" - naturgemäß lerne ich gerade einiges dazu und kennen.... im auto laufen derzeit nur hörspiel-MCs... unterm strich bin ich von vielen sachen enttäuscht... das aus verschiedenen gründen: abgesehen von (damals) vielen TKKGs hatte ich eine eher überschaubare anzahl von cassetten und je mehr ich höre, desto öfter tauchen naturgemäß die gleichen Stimmen auf, was manchmal okay ist - mir manchmal aber definitiv zu viel ist - das wirkt dann irgendwie austauschbar und beliebig... aber zum thema:

zwei sachen, die mir gut gefallen (haben): mein onkel theodor mit gert fröbe in einer doppelrolle... lief wohl als film oder serie. definitiv mal etwas anderes - voll retro - und für mich, der gert fröbe immer mit goldfinger assoziiert, einfach lustig...

die andere cassette ist: könig ohne mich von gert haucke... die aktuell im auto läuft. kurzweilig und überhaupt nicht angestaubt. hab sie noch nicht ganz durchgehört, aber ich freu mich schon auf morgen früh... wie's weiter geht...

daneben hab ich einige 3 ??? und 5 Freunde gehört - auch Funkfüchse... da denke ich, ist's wie mit tkkg: man muss mit aufgewachsen sein, sonst eher witzlos (SORRY an alle fans!)

Kommen wir zum eher unangehmen teil des abends: TESTFAHRER und BANKRAUB in der SÜDERSTRASSE von ZEBRA... puuuuuh...

aus der "Jugend"-Serie: Testfahrer: sehr ambitioniert - wohl in Kooperation mit dem örtlichen Arbeitsamt vor 30 Jahren oder was weiß ich entstanden: Von der Idee her zur damaligen Zeit gar nicht schlecht (BERUFSFINDUNG - TRAUMBERUF - REALITÄT) - wirkte aber auf mich extrem MUFFIG (okay - dachte eher an ein echtes "männer-hörspiel...") naja..

im anschluss: Süderstraße..... nach 10 Minuten rausgetan, nachdem auch hier dem jungen hörer total wichtige infos aus dem realen leben vermittelt werden sollen (was ist ein GIROkonto....) AUTSCH....

dann wollte ich meuterei auf der bounty hören auf einer TELDEC-MC und hatte mich schon auf eine andere fassung eingestellt bzw. gefreut - war aber die gleiche version, die ich seit kindestagen kenne (von FASS) - ein zeitloser KLASSIKER!

ebenfalls TELDEC: Nibelungen ....ähh - auch hier hatte ich etwas anderes erwartet - zumindest nicht solch eine Trivialisierung auf Comic-Niveau....

interessant dazu der vergleich: krimhilds rache (maritim): auch nicht ganz gehört... meinem dafürhalten wiederum zu "trocken" - vielleicht ist der stoff auch einfach nichts für mich...

dann wäre da noch "Zerfetzte Segel" (Roman-Serie "Bestseller" von EUROPA): Kriminalhörspiel mit Uwe Friedrichsen... OKAY, aber nichts, was einen aus dem sattel haut....

aus der Horror/Grusel-Ecke: Neon Grusel: z. B. Insel der Zombies (heißt das so?!)... GÄHN... kannte das ein oder andere in den 80ern - da fand ich's noch spannender bzw. lustiger

gleiches gilt für John Sinclair - alt.... neue Vertonungen (edition 2000) sind sicherlich völlig in ordnung - kann man mal das ein oder andere hören - als dauerberieselung brauch ich es jedoch nicht....

jau - soviel mal dazu...

292

Mittwoch, 14. März 2012, 23:49

achso - fast vergessen

ganz kurz nur....

mein sohn (3) und ich teilen uneingeschränkt "Don"s Einschätzungen zu den DISNEY-FILM-Hörspiel-MCs.... insbesondere was die Musik betrifft... die wahre "Grusel-Serie" ..... ja - und sie hört nicht auf.....

DRY

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293

Donnerstag, 15. März 2012, 08:52

@gorgo: weshalb versuchst du es nicht mal mit Erwachsenen-Hörspielen wie z.B. Mark Brandis, Dorian Hunter oder Gabriel Burns. Das könnte vielleicht eher was für dich sein, wenn man deine Schilderung so liest.
Falls du auf der Suche nach weiteren News rund ums Hörspiel bist, schau doch einfach mal auf www.hoerspiel3.de vorbei.

294

Donnerstag, 15. März 2012, 10:29

@ Gorgo ... ich fands schön mal zu lesen was man so querbeet hört.
Ich habe in letzter Zeit auch viel gehört, liegt vor allem auch an den Kindern, bei uns läuft ständig was, obs im Auto ist, oder einfach beim spielen oder manchmal sogar beim Essen ...

in lezter Zeit gehört:

EInige alte Pumuckl-Hörspiele. z.B. Pumuckl und das Geld ... da fand sehr interessant, dass der Meister Eder in den Laden geht um sich Zigaretten zu kaufen. Ich weiss nicht ob das heute noch in einem Kinderhörspiel vorkommen würde. Auch die Preise und die DM-Sache find ich schön. Bei der Folge Pumuckl und das Telefon, sehr interessant, weil es ja heutzutage eigentlich keine Drehscheiben-Telefone mehr geht bzw die Kinder heute sowas garnicht mehr kennen. Aber es ist ne schöne Folge mit dem "Perfressor" ;-) . Garnicht gefallen hat mir dagegen die Folge mit den Tauben, weil sich der Meister Eder da wirklich furchtbar zum Affen macht. Irgendwie zum fremdschämen.

Drei ??? und der Karpatenhund ... eine Folge die mir gut gefällt, da ist viel los, viele Charaktere, angenehme Sprecherstimmen ... nur das Ergebnis find ich n bisschen an den Haaren herbeigezogen.

Tarzan und das Geheimnis der toten Stadt (Fontana): Tolles Tarzanhörspiel, eigentlich das erste "richtige" Tarzan Hörspiel,In Folge 1 kommt ja Tarzan garnicht vor, Folge 2 ist dann mehr oder weniger der "Anfang" und in Folge 3 kommt er ja erst mal wieder nach Afrika und ist da hauptsächlich in der Zivilisation. Folge 4 mit der toten Stadt ist ganz nach meinem Geschmack !

Monchhichi und die Wochenendeferien ( RCA ): Hab ich als LP gehört. Seite 1 könnte man an sich weglassen mit dem ganzen gelaber bis die mal in die Gänge kommen. Seite 2 ist umso geiler: das witzige Telefonat mit der Tankstelle von Tobi-Bär, die Fahrt vorbei an den vielen tierisch-bunten Restaurants, das überfüllte Lokal und die aberwitzige Suche nach einem Parkplatz !!! Top !

Mein Sohn hört gerne Playmos-CDs ! An sich sind die ganz gut gemacht ... überraschend furchtbar nervig: Santiago Ziesmer als reimender Papagei. ( wobei ich generell ja ein großer Fan das jungen Ziesmers bin ). Und meine Tochter hört gerne "Die drei !!!" - also das Mädchen-Gegenstück von "Die drei ???" Meine Meinung: "seufz" !

ganz zuletzt gehört: "Der Mann mit dem roten Zylinder", ein nettes Krimi-Hörspiel und "Perry Clifton - der silberne Buddha" das gleiche. Haben mir beide gut gefallen. Schöne Ecke-Hörspiele !!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hobse« (15. März 2012, 10:30)


295

Donnerstag, 15. März 2012, 12:09

ja - erstaunlich, wie der eder in den alten hsp lustig qualmt (pumuckl und die kartenspieler), in den filmen kann ich mich nur an die urlaubsanfangszigarre vor dem bauernhof erinnern. das mit den wählscheibentelefonen wurde mir auch erst bewusst, als meine tochter ein solches nicht als telefon erkannte.

ferner lief die tage
europa - in 80 tagen um die welt, muss man nicht viel dazu sagen, ist einfach eine gute story, allerdings könnte man schon etwas den kopf schütteln über diese wetterei, dieses ehrenzeug, das ständebewusstsein usw, das hätte etwas aufgeklärter und ironischer bearbeitet werden können.

3 musketiere, vethake-produktion mit heinz rabe usw
jaaaa, auch spannend, aber wie da lustig und wegen ehre und absolutem blinden gehorsam mit leib und leben umgegangen wird ist schon arg... die sprecherriege deckt sich weitgehend mit den lönneberga-hsp, etwas irritierend, wenn man das besser im ohr hat.

296

Donnerstag, 15. März 2012, 19:25

"erwachsenen-hörspiele..."

ein schelm, der böses dabei denkt....

nee, im ernst: hab in den letzten jahren immer mal wieder im 1-€-shop hörspiele mitgenommen (viel sci-fiction): "planet eden" und ähnliches.... oder zuletzt "insignium" und auch thriller/krimis und sowas -

wirklich gut gefallen mir die 2 Folgen aus der DANGER-Serie (Folgen 2 und 3), die ich besitze, mit yeti und ding aus der tiefe und sowas....

bei obigem beitrag ging es auch ausschließlich um (alte) MCs - der Großteil wurde eben für Kinder produziert - und das macht natürlich auch den Reiz aus....

ich weiß nicht, ob ich früher so "tolle" cassetten hatte - wie oben beschrieben: meuterei auf der bounty find ich super - die schatzinsel (in der version, die ich hatte), kurier des zaren etc. - oder ob es einfach die verknüpfung mit dem kindsein ist, dass ich mir diese sachen immer noch anhören kann - und gegen andere (z. B. abenteuer-) hörspiele relativ "immun" bin...??!!

mir fallen übrigens noch 2 dinge ein, die ich unlängst gehört habe (weil obig erwähnt...):

perry clifton: weiße raben, silberner buddha und noch eins - kannte ich nicht von früher, gefallen mir aber ziemlich gut - da einfach gute atmosphäre (musik z. B) - kann's nicht besser beschreiben...

Großfeuer im Hafen: sehr bald rausgetan: Als die streichhölzer angefangen haben, miteinander zu reden.... (experimentierphase habe ich hinter mir gelassen....) -

einen habe ich noch: bonanza läuft gerade im auto: ist ganz ansprechend.....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dr. gorgo« (15. März 2012, 20:02)


297

Donnerstag, 15. März 2012, 21:09

@ dr. gorgo: kennst du "Club der Detektive" ( Maritim ) ?

298

Donnerstag, 15. März 2012, 22:07

ex-balduin-pfiff-hardcore-fan!

hei hobse -

als kind/grundschüler voll auf balduin pfiff, dann wer knackt die nuss?, perry clifton nie, club der detektive - kann sein, dass ich das als buch hatte

hörspiele von wolfgang ecke bis vor kurzem gar nicht gekannt.

wieso fragst Du? ähnliche liga wie perry clifton nehme ich an?!

gruß

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dr. gorgo« (15. März 2012, 22:15)


299

Freitag, 16. März 2012, 09:06

ich mag die "Club der Detektive" sehr gerne. Es sind eher Kurz-Hörspiele ( eine Geschichte pro Seite ), was ich manchmal sehr angenehm finde, wenn es sich nicht so lange rauszieht. Sie sind für Erwachsene gut zu hören, weil nicht so auf kindlich gemacht. ... und sie haben zusätzlich noch tolle Cover.
Ich glaube die könnten Dir gefallen wenn Du auf alte Hörspiele stehst, die nicht so kinder-mäsig sind.

300

Freitag, 16. März 2012, 09:50

ein weiteres coverloses - gullivers reisen von audition
entspricht der für dich-version
super! schön nah am original (ist mir lieber, wenn die sprache etwas anspruchsvoller ist und nicht so brachial auf dumme kinder zugeschnitten) und sehr witzig, wie die lilliputaner so leise wispern und der gulliver ist echt ein guter kerl.
bin sehr froh um die version! leider find ich niegendwo im netz ein cover dazu und ich würde sie so gerne schön in die sammlung aufnehmen - gibt es überhaupt eins?