Heute im Sortiment:
Wie fragt man einen Spion aus?, Wie fängt man eigentlich einen Schnatz?, Wie verkraftet man die Welt, wenn man 15 Jahre alt ist?, Was wäre, wenn man die Wahl zwischen zwei Leben hätte?, Was haben uns 'die Alten' zu sagen? und Was trennt uns von der uns umgebenen Zeit?
Die Insel des Königs Schlaf
Autor(en): Norberto Avila (Portugal) / Gerhard Kelling (BRD 1942)
Produktion: SDR/NDR 1985
Originalhörspiel, int. / Kinderhörspiel
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
Komposition: Hermann Josephs
Inhaltsangabe: Die Insel des König Schlaf liegt auf der anderen Seite des Meeres und wäre eine überaus glückliche lnsel, wenn sie nicht von einem sehr unglücklichen König regiert würde. Denn seit sieben Monaten hat der Herrscher kein Auge mehr zugetan. Alles mögliche ist schon unternommen worden, aber erst Manuel, der auf der Insel eigentlich gar nichts zu suchen hat, sondern bloß zufällig im Traum hierhergelangte, weiß ihm den ersehnten Schlaf zu schenken. Das ganze Land geht auf Zehenspitzen umher, aber, das läßt sich nicht leugnen, bedeutende Staatsgeschäfte bleiben liegen. Die Beförderung des Ersten Ministers ist ebenso überfällig wie die Entscheidung darüber, an welchem Tag der Woche den Untertanen die gebratenen Tauben in den Mund fliegen sollen...
(ab 7 Jahren)
Mit:
Manuel: Ashoka Homeier
Tante Charlotte: Marianne Lochert
Onkel Jop: Michael Thomas
Erster Fischer: Charles Wirths
Zweiter Fischer: Walter Kreye
Krake Gragra: Grete Wurm
Flötist Liebton: Fritz Lichtenhahn
Tubaist Gottlieb: Peter von Wiese
Dr. Scharlatanski: Peter Dirschauer
Der Minister: Paul Bürks
Hofbeamter Dienstag: Wolfgang Forester
Hofbeamter Donnerstag: Hans Helmut Dickow
König Schlaf: Michael Thomas
Prinzessin Balsam: Irina Wanka
Laufzeit: 57 Minuten
Sendetermine: MDR Figaro - Sonntag, 14. Januar 2007, 08:05 Uhr
Big Jim und die Vogelmorde
Autor(en): Wolfgang Mahlow (DDR 1949)
Produktion: DLR 1996
Originalhörspiel, dt. / Kinderhörspiel
Regie: Albrecht Surkau
Komposition: Ralf Hoyer
Inhaltsangabe: Big Jim ist acht Jahre alt und hat Ferien. Was macht aber ein achtjähriger Junge mit seiner vielen freien Zeit? Er fährt Auto! Jawohl. Big Jim beschließt, gemeinsam mit der Katze Edeltraut einen Ausflug zu machen. Genauer gesagt zwingt er Olaf Schmidt. so heißt das Auto seines Vaters, mit ins Grüne zu fahren. Doch unterwegs werden sie in einen Kriminalfall verwickelt. Edeltraut, das vornehme Katzenfräulein, soll einen Papagei gerupft und getötet haben. Kein Wort wahr! Wenn die drei Detektive aber den Fall nicht aufklären, fürchten sie, gefangen genommen zu werden. Big Jim geht durch die Stadt. Vor dem Kino steht ein Mädchen. Blond. Die sieht Big Jim an, da gehen ihm die Schnürsenkel hoch.
"Hey!" sagt das Mädchen.
"Hey", sagt Big Jim.
"Dein Schuh ist auf"
"Du wartest auf mich?"
"Sag bitte Baby zu mir"
"Okay Baby, dort drüben steht mein Wagen, der Grüne."
"Fahren wir in die City?"
"Wenn Du willst. Aber vorher mußt du mir noch ein Rätsel lösen. Gesucht wird eine Frau. die einen Vogel hatte, aber jetzt ist er weg."
"Tante Ingeborg! Der Hansi ist vor drei Jahren gestorben an Hirsebrei!"
"Das ist sie nicht. Wir suchen einen Papagei!"
Mit:
Ulrich Voß, Maren Kroymann, Wolfgang Ostberg, Madeleine Lierck, Helmut Müller-Lankow, Gerry Wolff, Ingeborg Medschinski, Waltraud Kramm, Gabriele Schramm-Philipp, Marie-Luise Schramm
Erzähler: Jaecki Schwarz
Laufzeit: 51 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 14. Januar 2007, 13:30 Uhr
Der Burespiegel
Autor(en): Jeremias Gotthelf (Schweiz 1797 - 1854)
Produktion: DRS 1962
Bearbeitung, Literatur
Regie: Robert Egger
Bearbeitung: Hans Rudolf Hubler
Übersetzung: Hans Rudolf Hubler
Sprache: Dialekt
Inhaltsangabe: Nachdem Albert Bitzius (1797-1854) in ein und demselben Jahr erst seine Mutter und dann seinen Bruder Fritz verloren hatte, 1836 war das, begann er sein schriftstellerisches Wirken und schrieb seinen ersten Roman mit dem Titel «Der Bauernspiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf, von ihm selbst beschrieben». Darin entwirft er ein Gegenbild zum romantisierenden Bauernbild des Biedermeier und prangert Missstände (korrupte Gemeindebeamte, Verdingwesen, Schulsystem) deutlich an. Durch den Titel gibt sich der Text als Autobiographie aus, ist aber fiktiv und kann wohl am ehesten dem Genre des Entwicklungsromans zugeordnet werden. Bitzius war sehr um das Schulwesen und die Erziehung besorgt, er wurde deshalb sogar einmal strafversetzt. Von seinem Hauptdarsteller übernahm er den Namen als sein Pseudonym und nannte sich fortan Jeremias Gotthelf.
Mit:
Jeremias: Ernst Flückiger
Präsident: Paul Hofmann
Wirtin: Elisabeth Oppliger
Grossvater: Hans Gfeller
Grossmutter: Gertrud Demenga-Schwarz
Benz: Oskar Bachmann
Mutter: Eva Minder-Wilker
u.a.
Sendetermine: DRS 1 MW - Sonntag, 14. Januar 2007, 14:00 Uhr - Teil 2 von 12
Von wem hat er das bloß?
Autor(en): Eva Janikovszky (Ungarn)
Produktion: BR 2003
Bearbeitung, Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Justyna Buddeberg-Mosz
Bearbeitung: Justyna Buddeberg-Mosz
Übersetzung: Irina Korschunow
Inhaltsangabe: "`Von wem hat er das bloß?` fragen meine Eltern. Seit ich groß, frech und unreif bin, kann man nicht mehr mit mir sprechen, sagen sie. Aber sie quatschen mich trotzdem dauernd an, und hinterher heißt es: ,Als ob man gegen eine Wand redet`. Ich habe keine Ahnung, warum eine Wand nicht antwortet. Ich antworte nicht, weil es nur noch mehr Ärger gibt. 'Lieber Junge', wollen sie wissen, 'wozu in aller Welt hast du deinen Kopf?' Ist doch klar, für meine Haare natürlich! Und um den Ball ins Tor zu köpfen! Und für meine Ohren, weil ich so toll mit den Ohren wackeln kann! Aber sag' das mal. Die flippen doch aus. Sie behaupten ja pausenlos, der Kopf sei zum Denken da." Mit dreizehn Jahren hat man kein leichtes Leben. Dominik Liesegang ist 15 und weiß genau, wovon er redet, wenn er den von Eva Janikovszky aufgeschriebenen Text spricht. Und Dominik legt seine Lieblingsmusik auf: Die Ärzte-CD "Rock'n'Roll Realschule".
(Ab 9 Jahren)
Mit:
Dominik Liesegang
Laufzeit: 22 Minuten
Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 14. Januar 2007, 14:05 Uhr
An der Arche um Acht
Autor(en): Ulrich Hub (BRD)
Produktion: HR/NDR 2006
Originalhörspiel, dt. / Kinderhörspiel
Regie: Andrea Getto
Bearbeitung: Sabine Worthmann
Preise / Auszeichnungen: Deutscher Kinderhörspielpreis
Inhaltsangabe: An der Arche um Acht - diese Verabredung hat die Taube mit zwei Pinguinen getroffen. Sie gehören zu den Auserwählten, die auf die Arche Noah dürfen. Doch genau das stellt sie vor ein Problem: sie können unmöglich ihren Freund, den dritten Pinguin, im Stich lassen. Glücklicherweise haben sie eine rettende Idee! Und da auf der Arche ohnehin alles drunter und drüber geht, scheint ihr Plan zu funktionieren. In dieser turbulenten Geschichte um Freundschaft und Solidarität wird mit Leichtigkeit die große Frage nach Gott und der Welt neu formuliert.
Ulrich Hub erhielt für »An der Arche um Acht« den Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis 2006.
Deutscher Kinderhörspielpreis 2006, aus der Begründung der Jury:
"In seiner Aktualisierung der biblischen Geschichte gelingt es Ulrich Hub ebenso humorvoll wie kindgerecht, über Freundschaft, göttliches Gesetz und menschliche Nächstenliebe, über Glauben und Nichtglauben nachzudenken."
Laufzeit: 52 Minuten
Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 14. Januar 2007, 14:05 Uhr
Die Jagd nach dem Schnatz - Eine Agonie in acht Krämpfen
Autor(en): Lewis Carroll (Pseudonym für: Charles Lutwidge Dodgson) (Großbritannien 1823 - 1898)
Produktion: SWF 1996
Bearbeitung, Literatur / Märchen/Fantasy
Regie: Oliver Sturm
Bearbeitung: Oliver Sturm
Inhaltsangabe: Eine Jagd nach dem Schnatz ist keine Butterfahrt, sondern eine durchaus ernste Angelegenheit. Und wenn ein furchtloser Captain seine Mannschaft - bestehend aus einem Billard-Markör, einem Bäcker, einem Anwalt, einem Makler, einem Liftboy, einem Bankier, einem Schlachter, einem Biber und einem Hutmacher - am Schopf über die Brandung auf eine zerklüftete Insel trägt und zur Aufmunterung schlechte Witze erzählt, darf man sicher sein, daß allen Expeditionsteilnehmern das Letzte abverlangt wird. Es ist nämlich gar nicht so einfach, einen Schnatz zu erkennen, noch schwieriger ist es, ihn zu fangen und ganz gefährlich wird es, wenn sich der Schnatz als Buhdscham erweist...
Mit:
Capitan: Heinrich Giskes
Makler: Charles Wirths
Hutmacher: Manfred Steffen
Liftboy: Benjamin Reding
Anwalt: Peter Fricke
Billard Markör: Wolfgang Condrus
Bankier: Werner Rundshagen
Bieber: Jens Wawrczeck
Schlachter: Franz Josef Steffens
Bäcker: Berthold Toetzke
Schnatz: Otto Sander
Chor: Hans-Werner Meyer, Chris Pichler
Laufzeit: 46 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 14. Januar 2007, 14:05 Uhr
Sonette an M
Autor(en): Tom Peuckert (DDR 1962)
Produktion: DLR 2004
Originalhörspiel, dt. / Krimi
Regie: Stefan Dutt
Inhaltsangabe: Privatdetektiv Castor Troya erhält Besuch von einem Verleger. Origines Eckart, einer seiner besten Autoren, nominiert für den Nobelpreis, ist tot. Eckart schoss auf offener Straße auf den Manager Moses Kaufmann. Was hatte Origines mit ihm zu tun? Kaufmann überlebte den Streifschuss, sein Bodygard zielte jedoch genau auf Eckarts Herz. Troya soll dem Fall nachgehen. Der Dichter hat sehr zurückgezogen gelebt. "Sonette an M" ist der Titel seines letzten Buches. Findet Troya darin ein mögliches Motiv? Oder eher in der turbulenten Musikbranche, für die Kaufmann arbeitet?
Mit:
Detektiv Castor Troya: Götz Schulte
seine Sekretärin Beatrice: Chris Pichler
Rosemarie Fendel, Herbert A. Gornik, Fritz Hammer, Holger Hettinger, Shelly Kupferberg, Jacqueline Macaulay, Uwe Müller, Hans Teuscher
Laufzeit: 43 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 14. Januar 2007, 15:05 Uhr
Die Ballade vom halben Jahrhundert
Autor(en): Leopold Ahlsen (BRD 1927)
Produktion: BR/HR/RB 1956
Originalhörspiel, dt.
Regie: Heinz-Günter Stamm
Komposition: Raimund Rosenberger
Inhaltsangabe: Dem am Beginn des neuen Jahrhunderts in Berlin geborenen Paul Kronenburg hat das Schicksal ungeahnte Abenteuer zudiktiert. Dabei ist er kein Held, kein Freund der Gefahr, aber das Leben in diesen Zeitläufen ist gefährlich - zwei Weltkriege, Inflation, Kämpfe zwischen KPD und Schutzstaffeln, KZ und Ritterkreuz, SED-Regime und McCarthy-Psychose. Wehe dem, nach dessen Bein alle diese tückischen Fußangeln zugleich schnappen, der als Jude nach Buchenwald und als nordischer Herrenmensch unter die SS gerät, der dem sowjetischen Ministerium für innere Angelegenheiten ein Faschist ist und dem Westen ein unverbesserlicher Klassenkämpfer. Paul Kronenburg, Pechvogel und Tollpatsch, ein kleiner Mann mit großen Wünschen, lebt in dieser Zeit und findet in ihr und an ihr auch seinen Tod.
Mit:
Paul Kronenburg: Paul Edwin Roth
Anne, seine Frau: Waltraud Schmahl
Emil Wetzke: Bum Krüger
Die Kommandeuse: Eva-Maria Meineke
Die Moritatensänger: Paul Dahlke, Klaus Havenstein
Laufzeit: 89 Minuten
Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 14. Januar 2007, 15:15 Uhr
Der Orientzyklus
Autor(en): Karl May (Deutschland 1842 - 1912)
Produktion: WDR 2006
Bearbeitung, Literatur
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Komposition: Pierre Oser
Weitere Titel: Roman: Durch die Wüste
Roman: Durchs wilde Kurdistan
Roman: In den Schluchten des Balkan
Roman: Durch das Land der Skipetaren
Roman: Der Schut
Roman: Von Bagdad nach Stambul
Inhaltsangabe: 9. Januar 1879. Wegen Amtsanmaßung wird der mehrfach vorbestrafte 37-jährige Schriftsteller Karl Friedrich May vom Königlichen Amtsgericht zu Stollberg in Sachsen zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Mitte August bittet May um Aufschub des Haftantritts, da er sich für literarische Arbeiten noch Bücher besorgen müsse. Am 1. September schließen sich hinter ihm die Tore des Arresthauses in Hohenstein. Die Haft endet am 22. September abends um 19 Uhr. Etwa ein Jahr später erscheint "Im Deutschen Hausschatz" in Regensburg unter dem Titel "Giölgeda padishanün" die erste Erzählung mit den beiden Protagonisten Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar. Die zerstückelten, in unregelmäßigen aber schnellen Abständen erscheinenden Zeitschriftenabdrucke fügt der Freiburger Verleger Fehsenfeld ab 1891 zur sechsbändigen Buchausgabe unter dem Titel "Der Orientzyklus" zusammen.
Die Erzählungen handeln von der Abenteuerreise des Christen Kara ben Nemsi (Sohn der Deutschen) und des gläubigen Moslems Hadschi Halef Omar, die sie von Algerien über Ägypten quer durch die Sahara ans Rote Meer und zu den Heiligen Stätten des Islam führt. Sie durchqueren die Arabische Halbinsel, reisen ins Zweistromland von Euphrat und Tigris und weiter nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Auf der Suche nach dem Schut, dem geheimnisvollen Anführer der Verbrecherbande, die den Balkan in Angst und Schrecken versetzt, kommen sie durch Bulgarien und Mazedonien, bis die Geschichte in Albanien durch ein so genanntes Gottesurteil ihr Ende findet.
Die beiden ersten Bände erzählen vom Weg durch die algerische Wüste, auf dem Kara ben Nemsi und Halef die Leiche eines Franzosen entdecken. Kurze Zeit später begegnen sie dem Armenier Hamd el Amasat, der offensichtlich der Mörder ist. Hamd el Amasat, auch Abu en Nassr (Vater des Sieges) genannt, kann ihnen jedoch entkommen, indem er ihren Führer Sadek auf dem berüchtigten Salzsee erschießt. Kara ben Nemsi und Halef ziehen weiter bis zum Nil, wo sie eine junge Frau aus einem Harem befreien. Sie geraten in Gefangenschaft des Piraten Abu Seïf (Vater des Säbels), können sich aber befreien und reisen in die Gegend von Mekka. Halef lernt Hanneh kennen und heiratet sie. Auf der nächsten Reiseetappe gesellt sich der Engländer Sir David Lindsay dazu, auf dessen Dampfboot die Fahrt nach Bagdad gelingt. Beim Stamm der Haddedihn wird Kara ben Nemsi mit einem besonderen Pferd geehrt: Rih. Kara ben Nemsi führt die Haddedihn in ihrem Krieg gegen feindliche Stämme zum Sieg.
Gemeinsam ziehen Kara ben Nemsi, Halef und Scheik Mohammed Emin nach Norden ins Land der Kurden, um Amad el Ghandur, den Sohn Mohammed Emins, aus der türkischen Festung Amadijah zu befreien. Die Kurden schenken Kara ben Nemsi den Hund Dojan, mit dessen Hilfe die Freunde ihre Abenteuer im Kurdenland bestehen. Sie begegnen der geheimnisvollen Marah Durimeh, dem "Geist der Höhle". Sie wird zusammen mit Kara ben Nemsi unter den verfeindeten Stämmen Frieden stiften.
Walter Adler bearbeitete den sechsbändigen Orientzyklus Karl Mays in enger Verschränkung mit dessen Biografie. Im Vordergrund dieser opulenten Inszenierung steht die Vielschichtigkeit der ethnischen, religiösen und moralischen Determinanten, um die herum Karl May seine Romane komponiert hat. Textgrundlage dieser Fassung ist die für die Karl May-Stiftung von Hans Wollschläger und Hermann Wiedenroth herausgegebene historisch-kritische Ausgabe. Die Folgen 5-12 umfassen die vier weiteren Bände des 6-teiligen Orientzyklus ("Von Bagdad nach Stambul", "In den Schluchten des Balkan", "Durch das Land der Skipetaren" und "Der Schut") und werden im Laufe des ersten Halbjahres 2007 gesendet.
"Ein 'Potpourri' von sogenannten Abenteuern, wie mir nach dem ersten Teil scheint. Was Pornographie in Sachen Sex und Potpourri in Sachen Musik ist, nämlich eine Sammlung von 'Stellen' oder 'Höhepunkten', macht den schönsten Abenteuerroman zum Langweiler.
Dazu die ständig zu aufgeregte, immer unruhige und überlaute Stimme des Ich-Erzählers Sylvester Groth.
Was für ein trauriger Verschleiß einer hochkarätigen Sprecherriege!" (KB)
Mit:
Sprecher: Bernd Kuschmann
Karl May / Kara Ben Nemsi: Sylvester Groth
Mutter May: Kerstin Thielemann
Vater May: Udo Kroschwald
Richter: Thomas Thieme
Staatsanwalt: Volkert Kraeft
Direktor: Jürg Löw
Ilisch: Navid Akhavan
von Falckenstein: Josef Tratnik
Hadschi Halef Omar: Matthias Koeberlin
Layritz: Hansjoachim Krietsch
Hamd el Amasat: Werner Wölbern
Sadek: Peter Harting
Omar Ibn Sadek: Hüseyin Michael Cirpici
Bote des Abrahim Mamur: Götz Schulte
Abrahim Mamur: Michael Mendl
Senitza: Camilla Renschke
Reis Abu Hassan: Horst Mendroch
Isla Ben Maflei: Florian von Manteuffel
Matrose: Götz Argus
Khawasse: Andreas Grötzinger
Sabeth-Bei: Felix von Manteuffel
Abu Seïf: Andreas Grothgar
Amscha, Tochter von Scheik Malek: Renan Demirkan
Scheik Malek: Christian Redl
Hanneh, Tochter von Amscha: Fanny Thevissen
Kürekdschi: Wolfgang Rüter
Gesamtlaufzeit: ~ 650 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 14. Januar 2007, 17:05 Uhr - Teil 6 von 12 (Ursendung)
Die andere und ich
Autor(en): Günter Eich (BRD 1907 - 1972)
Produktion: SDR/NDR 1952
Regie: Cläre Schimmel
Komposition: Rolf Unkel
Preise / Auszeichnungen: Hörspielpreis der Kriegsblinden
Inhaltsangabe: Ellen Harland aus Washington ist mit dem Auto unterwegs durch Italien. Der Krieg ist vorbei, man macht eine Bildungsreise durch die Alte Welt, aber dann in Comacchio, einem trostlosen Fischernest, bleibt ihr Blick plötzlich an einer alten Frau hängen. Während Mann und Kinder draußen im Meer baden, geht sie zu ihr zurück. Und dort in der fremden Küche wird sie auf einmal für eine Andere gehalten. Für Camilla, die erwachsene Tochter, die verheiratet werden soll. Sie will den Irrtum aufklären, sie will zurück zu ihrer Familie, aber sie findet sie nicht. Das Datum verrät, warum. Es ist der 5. August 1910, in Cleveland, Ohio, wird Ellen Harland gerade geboren. Was bleibt ihr übrig: Jetzt ist sie Camilla, jetzt bleibt sie in Comacchio. Hier putzt sie Fische und versorgt das Haus, hier heiratet sie Giovanni, hier kriegt sie ein Kind von Carlo: Antonio, der später zu den Partisanen gehen und erschossen werden wird. Hier spart sie und träumt von einer Auswanderung nach Amerika, hier schneidet sie Carlo, Giovannis Mörder, von seinem Strick. Hier werden Lidia und Filomena geboren und Umberto, der aus dem Krieg nicht zurückkehrt. Eines Tages fährt ein Auto durchs Dorf, sie sieht ihm nach, plötzlich wird sie gerüttelt: es sind Bob und Lissy; sie liegt am Strand, alles war bloß ein Traum. Aber dann zieht sie sich an und geht nach Comacchio zurück, als ginge sie nach Hause, als wäre dieses erniedrigte, besudelte und eingezwängte Dasein in der stinkenden Lagune ihr wirkliches Leben gewesen.
Mit:
John: Harald Baender
Bob: Hans Günther Gromball
Giovanni: Hans Mahnke
Carlo: Gerd Fürstenau
Vater: Erich Ponto
Herr: Peter Höfer
Antonio: Rolf Schimpf
Ellen / Camilla: Edith Heerdegen
Lissy: Ingeborg Engelmann
Mutter: Elsa Pfeiffer
Tante: Maria Wiecke
Filomena: Christa Hoffmann
Mutter: Elsa Pfeiffer
Laufzeit: 70 Minuten
Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 14. Januar 2007, 18:20 Uhr
Simplicius Simplicissimus
Autor(en): Hans Jakob Christoffel v. Grimmelshausen (Deutschland 1621 - 1676)
Produktion: SFB/WDR 1984
Regie: Heinz Hostnig
Bearbeitung: Ludwig Harig
Komposition: espe
Inhaltsangabe: Erzählt wird die bekannte Geschichte des einfältigen Jungen, der im 30-jährigen Krieg vor plündernden Soldaten vom väterlichen Hof im Spessart flieht und bei einem Einsiedler Aufnahme findet, der ihn Simplicius tauft.
Harigs Hörspiel ist aber mehr als eine bloße Dramatisierung des Romans. Der Autor führte das Stück Kindern vor und montierte ihre Aussagen in das Hörspiel. So ist im Kontext der 1980er Jahre ein Lehrstück entstanden. Liedstrophen, von der Gruppe Espe gespielt und gesungen, verbinden Vergangenheit und Gegenwart.
Simplicius gelangt in seinem Narrenkleid nach Magdeburg und wird dort in den Dienst des Obristen gestellt. Der ungewöhnliche Junge erscheint jedoch bald verdächtig und wird eingesperrt. Dank der Kriegswirren entgeht er der Folter, zieht in den Krieg und wird als "Jäger von Soest" selbst zum plündernden Herrn...
Ludwig Harig verbindet Grimmelshausens Stoff geschickt mit neu geschriebenen Dialogen und Liedern sowie O-Tönen zu einem Hörspiel, das die bekannte Geschichte über das abenteuerliche Leben des Simplicius aktualisiert.
Mit:
Friedhelm Ptok, Hermann Ebeling, Peter Matic, Annelinde Gerstl, Klaus Nägelen, Joachim Kerzel, Friedrich W. Bauschulte, Arnold Marquis, Andreas Thiek, Wolfgang Völz, u.a.
Gesamtlaufzeit: 177 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 14. Januar 2007, 18:30 Uhr - Teil 1 von 2
Vera spart Zeit
Autor(en): Rumjana Zacharieva (Bulgarien 1950)
Produktion: WDR 2007
Originalhörspiel, dt. / Kinderhörspiel
Regie: Moritz Alexander Berg
2. Teil: Vera geht zur Bank
Inhaltsangabe: Vera freut sich. Ihre Mutter bekommt ein Baby. Bloß schon jetzt haben die Eltern keine Zeit! Zeit ist wertvoll. Mama und Papa sind arm, denn sie haben wenig Zeit. Und wenn das Baby da ist, wird die Zeit noch weniger. Vera ist entschlossen, den Eltern zu helfen. Sie geht zur Bank und möchte Zeit sparen. Im Restaurant bestellt sie eine Portion Zeit. Sie bittet den Schneider, ihr die Zeit zu verlängern. Und wenn die Zeit davon fliegt, will Vera ihr hinterher fliegen - mit einem Flugticket, das sie im Reisebüro kaufen möchte. Nach und nach fällt es sogar Veras Eltern auf, dass Vera tüchtig Zeit spart.
Gesamtlaufzeit: ~ 32 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 14. Januar 2007, 19:30 Uhr - Teil 2 von 4 (Ursendung)
Grundrauschen
Autor(en): Hendrik Lorenzen (BRD 1962)
Produktion: HR 2004
Originalhörspiel, dt. / Audio Art
Regie: Hendrik Lorenzen
Komposition: Hendrik Lorenzen
Inhaltsangabe: » - Man lebt dahin in Tag und Traum,/die Uhr läuft ab, du merkst es kaum./ Die Wolken ziehen, die Winde wehen,/ warst du nicht gestern noch ein Kind? -
"Grundrauschen" basiert auf Interviews mit alten Menschen und zwei Texten aus der Neurowissenschaft. In meinem Hörstück geht es jedoch nicht um ein Portrait der Interviewten oder um Altersweisheiten über das Leben, die Vergänglichkeit und Metaphysisches. Hinter den zerbrechlichen Worthülsen und den divergierenden Satzfragmenten, dem Scheitern wie Gelingen des sprachlichen Ausdrucks erscheint vielmehr die beunruhigende Frage nach dem, was wir sind und werden.
So möchte mein Stück in der Annäherung an alte Menschen unser Selbstverständnis einer stabilen Einheit von Denken, Fühlen und Erinnern umkreisen, und dabei unsere Hilflosigkeit gegenüber den Rätseln der Existenz beleuchten. Dabei wurde bewusst erst auf der Grundlage der Interviews eine musikalische Komposition entwickelt, um über die klangliche Einbettung den >poetischen< Charakter des O-Ton Materials zu betonen« (Hendrik Lorenzen).
Mit:
33 alte Menschen
Kind: Merle Benzinger
Bassklarinette: Lieven Brunckhorst
Trompete: Johannes Brachtendorf
Fender Rhodes: Ali N. Askin
E-Bass: Beat Halberschmidt
Sampler, E-Gitarre: Hendrik Lorenzen
Laufzeit: 50 Minuten
Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 14. Januar 2007, 21:05 Uhr
Die Stimme
Autor(en): Hermann Bahr (Deutschland 1863 - 1934)
Produktion: HR 1960
Bearbeitung / Literatur
Regie: Mathias Neumann
Bearbeitung: Hermann Burger
Inhaltsangabe: Hermann Bahr war, insbesondere durch seine kritischen Schriften, ein bedeutender Literaturtheoretiker der Wende zum 20. Jahrhundert und wesentlich an der Definition neuer Stilrichtungen beteiligt. Er schrieb zehn Romane und mehr als vierzig Theaterstücke, die heute kaum zur Aufführung kommen.
Sein Stück »Die Stimme« stellt die Frage, ob der Mensch in seinem Leben unmittelbar der Transzendenz begegnen kann und, wie er das, was die eigene Erfahrung und Vernunft übersteigt, begreifen soll. Ein Mann wird durch die Stimme seiner verstorbenen Frau in letzter Sekunde aus einer Eisenbahnkatastrophe gerettet und fühlt sich durch dieses Wunder aufgefordert, sich der Transzendenz zu öffnen und zum Glauben zu finden, dem er sich zu Lebzeiten seiner Frau verweigert hatte.
Mit:
Hans Caninenberg, Frigga Braut, u.a.
Laufzeit: 73 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 14. Januar 2007, 21:30 Uhr
Agenten
Autor(en): Gerhard Kelling (BRD 1942)
Produktion: RIAS 1984
Regie: Bärbel Jarchow
Inhaltsangabe: Zwei Agenten verschiedener Systeme, ein Mann und eine Frau, begegnen sich am vereinbarten Treffpunkt, in einem Museum. Keiner weiß vom anderen mehr als den Decknamen. In einem langen Wortgefecht versucht jeder, das Geheimnis des anderen zu ergründen, seine Identität zu lüften. Aber Lüge, Verstellung und gnadenloser Konkurrenzkampf lassen jeden Versuch der Annäherung scheitern. Ein Leben in Kälte und Einsamkeit ist vorprogrammiert.
Mit:
Günter Einbrodt, Gisela Uhlen
Laufzeit: 56 Minuten
Sendetermine: MDR Figaro - Sonntag, 14. Januar 2007, 22:00 Uhr
[Quelle:
www.hoerdat.de]